Hilden: Kein Fünkchen Selbstreflexion
VON BARBARA JAKOBY - zuletzt aktualisiert: 29.12.2010Düsseldorf (RPO). Quo vadis, CDU? 16 Monate nach der Kommunalwahl haben drei Fraktionsmitglieder das (sinkende?) Unions-Schiff verlassen und die forsche (kommissarische) Steuerfrau Marion Buschmann sieht nicht einmal ein Fünkchen Anlass zur Selbstreflexion. Weg mit den Un-Demokraten, die sofort hinschmeißen, wenn es nicht nach ihrer Pfeife geht! Her mit den Neuen, den Jungen mit den tollen Ideen! Starke Worte, Frau Buschmann! Wir warten auf Taten – auch von Ihnen. Oder passiert jetzt, was nach der für die CDU verlorenen Kommunalwahl passiert ist? Kein Analysieren, kein Aufarbeiten, kein Entwickeln von Perspektiven und Strategien? Weiter so, nur mit anderem Personal? Oder mit demselben? Manche mutmaßen schon, es gebe ein Comeback von Angelika Urban. Buschmanns Vision von einer jungen, runderneuerten CDU hat einen gravierenden Haken: Welcher politisch interessierte junge Mensch sollte sich für eine CDU stark machen, die seit vielen Jahren nichts besser kann, als sich selbst zu schwächen? Und es ist keiner in Sicht, der das Steuer rumreißen, geschweige denn die Weichen für die Wahl in vier Jahren stellen kann. Arme CDU!
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