Hilden: Kinder holen bei Fitness auf
VON PETRA CZYPEREK - zuletzt aktualisiert: 27.12.2008Düsseldorf (RPO). Die neuesten Erhebungen des Sport- und Bewegungsmodell „Check und Re-Check“ belegen: Weniger Hildener Kinder sind fettleibig, mehr Mitglied in einem Sportverein.
„Die Hildener Kinder sind fitter geworden“, freut sich Claudia Ledzbor, Leiterin des Sportbürosder Stadt Hilden. Sie legte jetzt die neuesten Ergebnisse und einen Zwischenbericht zum Sport- und Bewegungsmodell „Check und Re-Check“ vor. Drei Jahre nach Einführung der Untersuchung könne eindeutig von einem Erfolg gesprochen werden. Geprüft wird per Fragebogen und in medizinischen Tests, wie sportlich Hildener Grundschüler der zweiten Klassen sind. In der vierten Klasse werden diese Kinder noch einmal befragt und erneut untersucht. In diesem Jahr fand erstmals parallel zum Check der Re-Check statt. Alle Daten wurden in der Bergischen Universität Wuppertal anonym ausgewertet.
Weniger motorische Defizite
Check und Re-Check wurden in Hilden angestoßen, weil sich immer mehr Kinder zu wenig bewegen, motorische Defizite haben oder bereits im Grundschulalter fettleibig sind. Beim Check im Jahr 2007/2008 wurden die Untersuchungen von 482 Zweitklässlern und von 15 Kindern der Ferdinand-Lieven-Schule (Förderschule Lernen) ausgewertet. Im Ergebnis sind 54 Zweitklässler (11,2 Prozent) sportlich talentiert, 39 (8,1 Prozent) haben motorische Defizite und 389 Mädchen und Jungen aus der zweiten Klasse zeigen keine Auffälligkeiten. 5,6 Prozent der Getesteten sind krankhaft fettleibig und 9,8 Prozent übergewichtig. Im Vergleich zu den Vorjahren seien das deutlich weniger, betont Claudia Ledzbor. Nämlich: Fettleibig waren 2006 8,2 Prozent, 2007 6,5 Prozent. Diese Zahlen ließen vermuten, dass sowohl in den Schulen als auch in den Familien inzwischen mehr Wert auf gesunde Ernährung gelegt werde.
Der Re-Check 2008 der Viertklässler erfasste 487 Mädchen und Jungen (inklusive der Förderschule). Im Gesamtergebnis schneiden diese Kinder besser ab als die gleichen Kinder in der zweiten Klasse im Jahr 2006. „Damals konnten wir als Gesamtnote eine Drei geben, jetzt ist es eine Zwei Minus“, sagt Claudia Ledzbor. Auch sagten die Kinder der damaligen zweiten Klassen heute zu 68,7 Prozent, sie seien in einem Sportverein, 2006 waren es 62,6 Prozent. Das führt Claudia Ledzbor darauf zurück, dass durch das Bewegungsmodell viele Vernetzungen und Zusammenschlüsse in Hilden entstanden sind.
Die Sportvereine bieten beispielsweise (teilweise in Kooperation) Motopädie für motorisch schwache Kinder in der Turnhalle zur Verlach an. Ebenfalls gibt es an der Elbseeschule eine Talentförderung für sehr sportliche Kinder. Die Schule gehört zu den Preisträgern der Landesauszeichnung „Bewegungsfreudige Schule NRW 2008“ und erhält 500 Euro Preisgeld. Ergänzt werden die Sportangebote durch ein Ernährungstraining. Nach den Sommerferien startete das Projekt Leichter fit mit zwei Gruppen.
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