Haan: Klares Votum für den Bad-Erhalt
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 22.12.2011Haan (RP). Die Fragebogenaktion des CDU-Stadtverbandes hatte eine große Resonanz. 671 Bürger äußerten ihre Meinung. 646 wollen ein Schwimmbad in der Gartenstadt, 529 in einem sanierten Bad am alten Standort. Politisch sollen einige Fragen rund ums Bädergutachten geklärt werden.
Die Zukunft des Haaner Schwimmbades berührt die Bürger. Das zeigt die große Beteiligung an der Fragebogenaktion des CDU-Stadtverbandes aus dem November. Nach der umfangreichen Auswertung stellte der Vorstand gestern das Ergebnis vor. 646 von 671 Teilnehmern erklärten, Haan brauche generell ein Schwimmbad. Nur 25 waren klar dagegen. 60 würden einem gemeinsamen neuen Bad mit Solingen zustimmen.
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Ein anderes Ergebnis sei zwar nicht erwartet worden, sagte Stadtverbandsvorsitzender Wolfram Lohmar, zeigte sich dennoch von der Eindeutigkeit des Votum überrascht. Seine Stellvertreterin Annette Braun-Kohl hat die Antworten aus dem Fragebogen ausgezählt und die zahlreichen Anmerkungen auswertet. "Zehn Jahre reparieren ist billiger, als ein neues Bad zu bauen", kommentierte einer der 529 Sanierungs-Befürworter. Mehrfach war auf die Bedeutung des Schwimmbades als Standortfaktor und als Stätte zur Gesundheitsvorsorge hingewiesen worden. Den entstandenen Sanierungsstau nannte ein Einsender eine "unverantwortliche Schlamperei".
Umfrage-Ergebnis
Teilnehmer 671 ausgefüllte Fragebögen kamen über Internet (250), Marktstände (241), Auslage im Bad und per Post zurück.
Für einen Erhalt oder Neubau des Schwimmbades sprachen sich 646 Teilnehmer (96,3 Prozent) aus. Dabei wünschten sich 529 Bürger ein öffentlich nutzbares Bad.
Ein klares "Nein" äußerten 25 Bürger.
Eine Vielzahl von Anmerkungen wurde eingereicht.
Der CDU-Stadtverband Haan will das gesamte Umfrage-Ergebnis auf seine Internetseite stellen.
Die Ratsfraktion hat sich bereits in Sportausschuss, Hauptausschuss und Stadtrat positioniert. Das Bad Alter Kirchplatz, das nach einem nichtöffentlichen Gutachten einen Sanierungsstau von 5,6 Millionen Euro aufweist, soll erhalten werden. Im Rahmen der Etatberatungen sollen Weichen gestellt werden. Bis dahin will die Verwaltung das Gutachten der Stadtwerke, dessen Rechendetails der Gutachter unter Hinweis auf Urheberschutz zurückhält, überprüfen und Überlegungen zum künftigen Handeln anstellen. "Wir müssen das Bad über die Zeit retten und nicht das Gespenst der plötzlichen Schließung beschwören", betonte Wolfram Lohmar. Sein Stellvertreter Dr. Reinhard Pech ergänzte, die Gutachtenbasis müsse geklärt werden. "Nur Zahlen hinzuschreiben ohne den Hintergrund darzustellen, das reicht nicht", wies er auf Informationslücken hin. Details müssten aber politisch kanalisiert werden. Spekulationen führten nicht weiter.
Unter Finanzierungs-Vorbehalt
Wolfram Lohmar stellte klar, dass jede politische Entscheidung über die Zukunft des Schwimmbades unter Finanzierungsvorbehalt getroffen werden müsse. "Der Prozess wird uns noch etwas länger begleiten", war er sicher.
Hintergründe im Internet unter www.rp-online.de/Hilden
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