Haan: Klimawandel im Blick
VON DANIEL OELBRACHT - zuletzt aktualisiert: 20.02.2008Düsseldorf (RPO). In der Stadt-Sparkasse Haan führt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in einer Ausstellung die weltweiten Folgen der menschlichen Eingriffe in das Klima der Erde vor Augen.
Ausstellung
Organisatoren AGNU Haan, Kulturamt der Stadt und Stadt-Sparkasse Haan zeigen die vom BUND initiierte Ausstellung.
Vernissage Bei der Eröffnung spielte das Wuppertaler Streichquartett „Con Spirito“.
Ende Die Ausstellung ist bis zum 4. März zu den regulären Öffnungszeiten der Hauptfiliale der Stadt-Sparkasse an der Kaiserstraße zu sehen.
Nicht ohne Wehmut in der Stimme begann Sven M. Kübler von der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (AGNU) Haan seine Rede anlässlich der Eröffnung der neuen Ausstellung in der Hauptfiliale der Stadt-Sparkasse. Nachdem die letzten Töne des Streichquartetts „Con Spirito“ verklungen waren, stellte das Vorstandsmitglied fest: „Ich wünschte, wir Menschen würden die Erde ebenso pflegen wie diese klassische Musik.“ Bis Anfang März präsentiert das Kreditinstitut eine Ausstellung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit dem Titel „Brennpunkt Klimawandel“.
Gute Vorsätze aufschreiben
Zahlreiche Schautafeln zeigen die weltweiten Folgen der menschlichen Eingriffe in das Klima der Erde. „Mancher fragt vielleicht, was ihn das angeht, wenn die Pole schmelzen, denn die sind doch weit weg. Aber Tatsache ist, dass wir alle Verantwortung tragen und dass die Auswirkungen alle zu spüren bekommen“, sagte Kübler. Er wünschte sich, dass möglichst viele Schulklassen die Ausstellung besuchen und sich anschließend intensiv mit dem Thema beschäftigen. Das AGNU-Vorstandsmitglied forderte, dass die Erwachsenen ihrer Rolle als Vorbilder für die Kinder gerecht werden müssen. Auf einer der Tafeln können die Besucher ihre eigenen Vorsätze niederschreiben.
Die Fotos in der Ausstellung zeigen die Folgen des Klimawandels in verschiedenen Regionen: In den USA gibt es mehr Wirbelstürme, in China hat das wirtschaftliche Wachstum einen riesigen Energiebedarf ausgelöst, die Alpen sind als Wintersportgegend gefährdet, in der Arktis schmelzen die Eisberge, in Spanien vertrocknet die Orangenernte, in Teilen Afrikas herrscht ständige Dürre, und in Australien sterben die empfindlichen Korallenriffe.
„Das Klima erlebt jeder hautnah“
Auch Deutschland ist zu sehen, die Fotos lösen unbequeme Erinnerungen aus, an die Flut in Dresden, unerträgliche Hitzewellen im Süden des Landes, an Stürme an der norddeutschen Küste. Der BUND nutzt die Ausstellung auch, um sich selbst vorzustellen und stellt auf einem Plakat fest: „Anpacken statt Zuschauen!“ Die Organisation hat konkrete Forderungen, die auch der Otto-Normal-Bürger erfüllen kann: den Benzinverbrauch halbieren, Gebäude sanieren, die Stromverschwendung beenden, dezentrale Kraftwerke statt Kohle und die Förderung von erneuerbaren Energien. „Die Umwelt ist alles, was wir haben. Das Klima erlebt jeder von uns hautnah“, bemerkte Sparkassenvorstand Gunther Wölfges. Er unterstrich das Engagement der Sparkassen rund um den Umweltschutz, der im Jahr 2006 bundesweit mit sechs Millionen Euro unterstützt wurde.
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