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Haan: „Kölsche Tön“ unterm Schirm

VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 22.11.2006

Düsseldorf (RPO). Die PS-Auslosung lockte rund 2000 Besucher auf den Neuen Markt. Auf dem Platz standen die Menschen im Nieselregen. Die Band „De Räuber“ und „Bläck Fööss“ hatten Trockeneis-Nebel auf der Bühne.

Vor der Bühne herrschte Nieselregen. Auf der Bühne standen die Künstler vielfach im Trockeneis-Nebel. Beim Freiluft-Konzert „Kölsche Tön“ zur PS-Auslosung herrschte trotz widriger Witterung beste Stimmung. Dazu trug auch die gastronomische Versorgung durch Teddy Henschke und sein Team bei. RP-Foto Staschik Foto: RPO
Vor der Bühne herrschte Nieselregen. Auf der Bühne standen die Künstler vielfach im Trockeneis-Nebel. Beim Freiluft-Konzert „Kölsche Tön“ zur PS-Auslosung herrschte trotz widriger Witterung beste Stimmung. Dazu trug auch die gastronomische Versorgung durch Teddy Henschke und sein Team bei. RP-Foto Staschik Foto: RPO

„Ich trau mich ja gar nicht . . .“, sagt Bläck-Fööss-Frontmann Peter Schütten, als er eine der vom begeisterten Publikum geforderten Zugaben ansagt. „Oh lieber Gott, gib uns Wasser . . .“ hebt Erry Stoklosa dann doch an. Und sofort stimmen die rund 2000 Fans, die seit Stunden bei Temperaturen um fünf Grad im durchdringenden Nieselregen stehen, in den Hit ein: „Dat Wasser von Kölle is jot“. Unter dem Motto „Live: Kölsche Tön“ hatte die Stadt-Sparkasse Haan zu einer PS-Auslosung eingeladen.

Riesenchor in Regenjacken

Die Resonanz auf die Veranstaltung zeigte einmal mehr, dass es den Haanern fast egal ist, welches Wetter herrscht – Hauptsache es gibt was zu feiern. Derlei Wetterfestigkeit nötigte den Künstlern immer wieder Respekt ab. „Ist euch kalt?“, fragte Karl-Heinz Brand von „De Räuber“ und hatte gleich ein Rezept parat: „Dann müsst Ihr auf der Stelle hüpfen – mit der einen Hand am Schirm, mit der anderen beim Nachbarn untergehakt!“

Info

Zahlen und Gewinne

Insgesamt 4,1 Millionen Euro spielten die rheinischen Sparkassen im November als PS-Gewinnsumme aus.

Gewinnzahlen 2,50 Euro entfallen auf die Endziffer 7. Fünf Euro gewinnen Lose mit den Endziffern 09, 89 oder 95. Zehn Euro gibt es für die Endziffern 112 oder 789. Lose mit den Endziffern 907 werden mit 30 Euro vergütet. 3984 ist die Endziffer für 500-Euro-Gewinne. 5000 Euro gibt es für die 35 896. Wer die sechs Endziffern 864 524 richtig hat, gewinnt 100 000 Euro. (Ohne Gewähr)

Die „Räuber“ hatten die Rolle der „Eisbrecher“ übernommen, steuerten aber schon nach Minuten auf den Stimmungswogen. Vor der Bühne ein Meer von Menschen in Regenjacken. Sie bildeten einen textsicheren, verlässlichen Chor, der die Sänger nicht allein ließ – die Künstler wirkten auf der riesigen Bühne fast verloren. Die beiden Großbildschirm rechts und links der Scheinwerfer-Traversen brachten die Musiker auch optisch groß raus – sogar für die, die sonst in Höhe des Brunnens vor lauter Schirmen keine Chance auf einen Bühnenblick gehabt hätten. „De Räuber“ ließen „dat Trömmelche“ gehen, freuten sich über die auf den Allerwertesten tätowierte Rose oder wünschten „maht et jot“.

Geld für die Verkehrskadetten

In guter Tradition nutzte die Stadt-Sparkasse die Großveranstaltung, um Geld für einen guten Zweck auszuschütten: Im Vorgriff auf die Verteilung der Zweckerträge übergab Vorstandsvorsitzender Gunther Wölfges dem Leiter der Verkehrskadetten, Wolfgang Goeken, einen Scheck über 4000 Euro – eine erste Rate für den neuen Einsatzwagen der Jugendorganisation, die rund um die PS-Auslosung die einen Parkplatz suchenden Autofahrer leitete.   Als „Glücksfee“ kam Bürgermeister Knut vom Bovert zum Einsatz. Er bediente die Ziehungsmaschine, die die Glückszahlen für den insgesamt 4,1 Millionen Euro mächtigen Gewinntopf ermittelte. Als juristische Aufsicht unterstützte auch Stadtrechtsrat Michael Rennert das Sparkassen-Team.

Nach der Gesangseinlage von Moderator Linus (Udo Jürgens’ „Ich war noch niemals in New York“) schlug die Stunde der Bläck Fööss. „Drink doch ene met“, Stücke der neuen CD, die alten Gassenhauer – „Kaffeebud’“, „Katrin“ oder „Good bye, my love“, aber auch neuere Songs „Weltmeister vom Rhing“, die Liebeserklärung an Köln „Du bist die Stadt“ hielten die Fans in Bewegung. Nach drei Zugaben steuerten die Fööss wieder „d’r Dom in Kölle“ an.

Quelle: RP

 
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