Haan: Lesestoff wird eingelagert
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 14.08.2009Düsseldorf (RPO). Die Stadtbücherei-Hauptstelle schließt ab morgen für Grundsanierung und Umbau. Die Kinderbibliothek bleibt weiterhin geöffnet. Der Medienbestand wird gründlich durchforstet und modernisiert.
Für rund sieben Monate wird die Stadtbücherei Haan ab morgen ihre Hauptstelle am Neuen Markt 17 schließen. Die Bibliothek wird grundsaniert und erweitert. Die Kinderbücherei im benachbarten Ladenlokal bleibt auch während der Bauzeit geöffnet. Dort bietet das Büchereiteam auch Bestseller und Neuerwerbungen zur Ausleihe an. 600 Umzugskartons sind in den letzten Tagen angeliefert worden. Darin werden rund 26 000 Medien verpackt und dann in die alten Bauhof-Räume an der Überfelder Straße gebracht. Bis Ende August soll die Büchereifläche, aber auch die in der Nähe angemieteten Büros ausgeräumt sein.
Anschluss an Bücherei-Neuzeit
Nach der Kirmes werden am Büchereihaus die Bauarbeiten beginnen. Ein kleiner Anbau im Bereich des heutigen Vordaches nimmt künftig das Treppenhaus ins Untergeschoss auf. Dadurch wird innen Platz gewonnen, den Medienbestand übersichtlicher und neu zu präsentieren. Die seit vier Jahren wegen Schimmelbefalls geschlossenen Kellerräume werden saniert und künftig den Lese- und Lernbereich beherbergen.
Stadtbücherei
Hauptstelle Neuer Markt 17, ab 17. August geschlossen.
Kinderbücherei Neuer Markt 17, bleibt geöffnet: Dienstag 13.30 bis 18 Uhr, Mittwoch 9.30 bis 12.30 Uhr, Donnerstag 13.30 bis 18.30 sowie Samstag von 9.30 bis 12.30 Uhr.
Bücherei im Bahnhof, Thunbuschstraße 22, bleibt geöffnet: montags und mittwochs von 14.30 bis 17.30 Uhr.
Jahres-Lesegebühr 13 Euro für Erwachsene, Schüler und Ermäßigungsberechtigte zahlen 5 Euro. Der Familientarif beträgt 16 Euro.
Momentan arbeiten Büchereileiterin Gabriele Schnabel und ihre vier (Teilzeit-)Mitarbeiter am neuen Konzept, das stärker auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten wird und mehr Angebote für Schüler (Lerncenter im Untergeschoss) machen soll. Die Zeit bis zur Wiedereröffnung im April wird aber auch dazu genutzt, den Bestand zu durchforsten. "Wir werden 8000 bis 10 000 Medien aussortieren", gibt Gabriele Schnabel vor. "Es passiert eine ganz große Aktualisierung." Dazu hat sie Zuschussquellen beim Land erschlossen, aus denen statt der üblichen rund 15 000 Euro etwa 44 000 Euro für Neuanschaffungen zur Verfügung stehen.
Elektronischer Diebstahlschutz
Die neue Bücherei wird – nach Jahrzehnten – auch neue Möbel erhalten. Zur Orientierung auf dem Markt der Möglichkeiten hat die Büchereileiterin schon neue Büchereien in Krefeld und Hattingen besucht. Auch in Augsburg will sie sich noch informieren. "Ohne den Umbau hätten wir nie die Chance gehabt, Anschluss an modernes Büchereiwesen zu bekommen", ist Gabriele Schnabel (59) froh.
Die Bücherei der Zukunft soll auch gerüstet sein für eine Selbstausleihe. Dazu erhalten alle Bücher, CDs, DVDs und Zeitschriften spezielle Aufkleber, die per Funk die Daten zur Verbuchung übertragen. Gleichzeitig verhindern sie den Diebstahl von Büchern. "Als wir vor Jahren den Buchbestand für die EDV aufbereitet haben, war ein Verlust von etwa zehn Prozent festzustellen", berichtet Schnabel.
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