Haan: Maximilian geht nach Amerika
VON ILKA BÖSCH - zuletzt aktualisiert: 15.03.2010Düsseldorf (RPO). Die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll aus Haan hat den 16-jährigen Helmholtz-Schüler als jungen Botschafter des Deutschen Bundestages ausgesucht. Er wird zwölf Monate lang eine amerikanische High-School besuchen und in einer Gastfamilie leben.
Wieder wird ein Schüler aus Hilden als Stipendiat für ein Jahr in den USA leben. Möglich macht dies für Maximilian Gollor das von der Bundesrepublik initiierte Projekt für Austauschschüler. Die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll (CDU)aus Haan hat die Patenschaft für die Zeit während seines Auslandsaufenthalts übernommen und traf sich mit dem jungen Gymnasiasten jetzt im Haaner Eis-Cafe Amarena.
Soziales Engagement
"I have a dream" titelte der 16-jährige Maximilian auf seiner Bewerbung für das Austausch-Projekt. Dieser historische Satz von Martin Luther King habe nicht nur ihr Interesse geweckt, berichtete Noll. Es sei nicht ganz einfach, in dieses vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika gegründeten Parlamentarische Patenschafts-Programm aufgenommen zu werden. Gute schulische Leistungen und ehrenamtliches Engagement sind Grundvoraussetzung, um mit nach Amerika zu starten. "Die Schüler sind dort ja auch ein wenig unsere Botschafter", erklärte die Familienpolitikerin.
Einser-Schüler
Am 12. August fliegt Maximilian Gollor für ein Jahr in die USA als Stipendiat und junger Botschafter des Deutschen Bundestags.
Er besucht dort eine amerikanische High School. Im Helmholtz-Gymnasium wird ihn das nicht zurückwerfen. Der Einser-Schüler hätte die Stufe 11 ohnehin übersprungen.
Michaela Noll legt Wert auf ständigen Kontakt mit ihren Stipendiaten. Die Familien müssten sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in den USA gut aufgehoben sind.
Sein Interesse für die Vereinigten Staaten wurde bei Maximilian während eines Familien-Urlaubes an der Westküste geweckt. Ein wenig aufgeregt sei er schon, aber er freue sich auch schon sehr auf seinen Aufenthalt in den USA, bekannte er. Von diesem Auslandsaufenthalt erhoffe er sich auch mehr Klarheit über seine beruflichen Ziele.
Schnell Anschluss finden
"Es ist sicher nicht schlecht, einmal – fern von meiner Familie – auf mich selbst gestellt zu sein", meinte der Jugendliche. Klar werde er seine Eltern und seine jüngere Schwester vermissen. Mit stärkerem Heimweh rechnet er jedoch nicht:. "Hauptsache, ich komme in eine nette Gastfamilie und finde schnell Anschluss."
Eigentlich sollte zu diesem Treffen auch ein amerikanischer Austauschschüler hinzustoßen, der zurzeit ein Jahr in Haan verbringt. Michaela Noll erhoffte sich nicht nur einen Bericht über seine Erfahrungen in Deutschland. Sie hätte es auch gerne gesehen, dass der junge Amerikaner Maximilian Goller Insider-Tipps für die USA mit auf dem Weg gibt. Doch auf den jungen Mann wartete die Gruppe vergebens.
Ein Anruf bei dessen Gastfamilie ergab, dass er sein Handy (zu Hause) und wohl auch den Termin mit der Politikerin vergessen hatte. Er sei wohl bei einer Freundin, hieß es. "Na, dann scheint es mit den sozialen Kontakten ja schon mal gut geklappt zu haben", nahm Noll die verpatzte Verabredung mit Humor.
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