Hilden/Haan: Mit dem Otter an die Ostsee
VON CHRISTOPH SCHMIDT - zuletzt aktualisiert: 26.06.2008Düsseldorf (RPO). Die Sommerferien stehen vor der Tür. Unsere Zeitung hat Prominente aus Hilden und Haan gefragt, wo sie die schönsten Wochen des Jahres verbringen.
Peter Schüller, Leiter der Fabry-Schule, macht Urlaub mit der „Qualitätsanalyse“: „Im Oktober kommen fünf Prüfer der Bezirksregierung und stellen die ganze Schule auf den Kopf.“ Die städtische Realschule sei die erste Schule, die es trifft: „Alle anderen kommen auch noch dran – mit Ausnahme der kirchlichen Schulen.“ Schüller ist seit 21 Schulleiter in Hilden: „Da kann ich mich hinter keinem verstecken.“ Wenn Schüller es gar nicht mehr aushält, will er für ein paar Tage an die Nordsee ausreißen: „Ich sehe gern Wasser und große Schiffe – das beruhigt.“
Auch Wolfgang Busch, Polizeichef in Hilden, ist Nordsee-Fan. Er fährt nach St. Peter-Ording: „Fahrrad fahren, stundenlang am Strand laufen und die Seele baumeln lassen.“ Oberstleutnant Andreas Couwenbergs, Standortältester der Waldkaserne, muss vorerst auf Urlaub verzichten. Der Kommandeur des Feldjäger-Bataillons 252, ist auf dem Weg zum Einsatz in Afghanistan – voraussichtlich bis Ende Oktober. Dr. Wolfgang Gettmann, Leiter des Düsseldorfer Aquazoos, wollte eigentlich an der spanisch-französischen Grenze Urlaub machen. Dann erhielt er eine Einladung zur Eröffnung des großen Meerwasser-Aquariums am 11. Juli in Stralsund. Das könne er sich nicht entgehen lassen. Jetzt macht Gettmann in der Nähe Urlaub, mit seiner Frau, Otter Nemo, Hund Laika, Kajak, Fahrrad und Wohnwagen.
Im Dienst
Die Bürgermeister in Hilden und Haan haben in den Sommerferien nicht frei. Knut vom Bovert freut sich aber auf das Brandungsangeln im November auf Fehmarn. Der Haaner Bürgermeister angelt lieber vom Strand aus: „Bei den Anglern auf den Schiffen wird mir zu viel getrunken.“
Sein Hildener Amtskollege erwartet im September privaten Besuch aus Australien. Günter Scheib war mit seiner Frau kürzlich in Dresden: „Das hat uns Appetit auf mehr gemacht.“
Claudia Melchert, Vorsteherin des Hildener Finanzamtes, kann erst Ende August in die Ferien fahren. Dann wandert sie durchs Allgäu: „Das ist meine Heimat.“
Gunther Wölfges, Chef der Haaner Stadt-Sparkasse, zieht es mit der Familie nach Italien; entweder nach Venetien oder an die Küste der Toskana. Der Italien-Fan schwärmt von den „sehr freundlichen Menschen“ dort, dem „angenehmen Klima“ und nicht zuletzt von der „guten Küche zu erträglichen Preisen“. Stadtbrandmeister Carsten Schlipköter fährt mit Freunden und dem Motorrad Pässe in Italien, Österreich und der Schweiz rauf und runter: „So eine Gelegenheit ergibt sich nicht oft.“ Hans-Bernd Schumacher, Chef des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes mit Sitz in Gruiten, hat erst nach den Sommerferien frei. Danach will er zu Hause Urlaub machen: „Ich habe einen schönen Garten und im Haus ist auch noch einiges zu tun.“
Bundestagsabgeordnete Michaela Noll packt zwar auch ihre Koffer, aber nur, um sie rasch wieder auszupacken. Sie zieht mit ihrer Familie in Haan um: „Das geht nur in der Sommerpause.“ Musiker Manni Neumann macht auf deutschen Bühnen Urlaub. In den Tournee-Pausen will er sich am Haaner Strand erholen: „Das ist der schönste Platz, den es im Moment gibt.“ Pfarrer Frank Weber, Superintendent des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann, zieht es an die Kieler Bucht. Die Familie macht zum ersten Mal an der Ostee Urlaub und will dort viel Fahrrad fahren. Dr. Henning Henke, Chefarzt im Haaner Krankenhaus, schätzt die französische Lebensphilosophie und macht deshalb mit der Familie Badeurlaub an der französischen Atlantikküste bei Nantes.
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