Haan: Mit Show nicht gegeizt
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 22.05.2008Düsseldorf (RPO). Die PS-Auslosung lockte rund 4000 Besucher auf den Neuen Markt. Die Bands „Paveier“ und „Brings“ lieferten kölsche Tön und eine Menge Rock.
Besser hätte die Resonanz kaum sein können. Rund 4000 Gäste dürften es gewesen sein, die am Dienstagabend das Freiluftkonzert der Gruppen „Paveier“ und „Brings“ auf dem Neuen Markt genossen. Für den vergnüglichen Abend hatte die Stadt-Sparkasse Haan gesorgt, die in ihrem Jubiläumsjahr einmal mehr eine PS-Monatsauslosung in die Gartenstadt geholt hatte. Nach dem Erfolg des ersten Open-Air-Konzertes im November 2006 – damals hatten knapp 2000 Besucher bei Nieselregen und Kälte die Bands „Bläck Fööss“ und „de Räuber“ gefeiert – lockte auch diesmal das Programm ein Vielfaches von Zuschauern an, die ansonsten in die Aula Adlerstraße gepasst hätten.
Große Spenden für DLRG und CVJM
Grund zum Feiern hatten besonders zwei Vereine: Zu Beginn überreichte Sparkassen-Vorstands-Vorsitzender Gunther Wölfges an den DLRG-Vorsitzenden Heinz Küpper und den CVJM-Mitarbeiter Holger Berg Schecks über je 7500 Euro. Während Berg sich über die Unterstützung der Spendenaktion „Stark für die Jugend“ freute, berichtete Küpper, von dem Geld wollten die Rettungsschwimmer Material für die Schwimmausbildung des Vereins mit 600 Mitgliedern kaufen.
Guido Cantz, der Comedian aus Köln-Porz, bewährte sich eine halbe Stunde lang als Dampfplauderer, um die Wartezeit auf die Paveier zu überbrücken. Die Kölner feiern ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum. Beeindruckend, so fand Cantz, dass der doch erst 28-jährige Schlagzeuger Johannes anscheinend schon als Dreijähriger getrommelt habe. „Wer die Musik bestellt“, bestimmt auch, was sie spielt. Die Paveier trafen sogleich den Schunkelnerv des Publikums und auch die Stimmungslage: „Schön ist das Leben“. In gut 50 Minuten boten die Musiker ihre bekanntesten Stücke, die so mancher lautstark mitsang.
Polizei schaltete Verstärker ab
Nach Ziehung der Gewinnzahlen, die Stadtrechtsrat Michael Rennert überwachte, kam diejenige „Kapelle“ (Cantz) zum Zuge, auf die wohl die meisten Gäste gewartet hatten. Die „Brings“ sprangen in roten Schottenröcken auf die Bühne und legten eine tolle Show aufs Parkett. Eine Videokamera übertrug Mimik und Aktionen der Künstler auf zwei Großbildschirme an den Bühnentürmen. Gleich nach dem punkrockigen „Man müsste nochmal 20 sein“ fingen Brings auch den letzten auf dem Platz mit dem Hit „Superjeile Zick“. Und sie hielten die Stimmung hoch, bis zum Schluss nach zwei Zugaben.
Eigentlich sollte der Abend bei Musik von CD noch locker ausklingen. Doch ließ die Polizei nach zahlreichen Beschwerden aus dem Umfeld die Tonanlage nach dem letzten Brings-Akkord abschalten.
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