Haan: Natur-Arbeit geht wieder los
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 15.01.2010Düsseldorf (RPO). Die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (AGNU) Haan hat im Vorjahr rund 1000 Arbeitsstunden in den Natur- und Landschaftsschutzgebieten geleistet. Der Weg an Fördermittel wird immer komplizierter.
Arbeits-Einsatz
Einsatzort Grube 10 in Gruiten.
Termin Samstag, 16. Januar, ab 9.30 Uhr.
Treffpunkt Am Eingang zum ehemaligen Steinbruch an der Kalkstraße hinter Gut Birschels.
Einsatzleiter Armin Dahl.
Info unter Tel. 02129 342290.
Jahresversammlung Montag, 18. Januar, 19 Uhr, Predigthaus Gruiten, Pastor-Vömel-Straße 51.
Die Winterpause ist vorbei für die Aktiven der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (AGNU) Haan. Denn schon morgen wird es in der Grube 10 einen ersten Pflegeeinsatz geben. Die Arbeiten in den Naturschutzgebieten laufen etwas anders an als bisher geplant. Denn es gibt Veränderungen bei den Fördergeldern für den Naturschutz.
Bisher standen im Landeshaushalt Mittel zur Förderung des Naturschutzes (FÖNA) zur Verfügung. Pro Stunde Arbeit gab es sechs Euro Entschädigung. Künftig sollen zehn Euro gezahlt werden. Neu hinzu gekommen sind jetzt so genannte ELER-Gelder. Aus diesem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums werden künftig 35 Euro für jeden gepflegten Kopf- oder Obstbaum gezahlt.
Es ist eine Menge Bürokratie, die die Naturschützer erfüllen müssen, um irgendwann die Fördermittel auf dem Vereinskonto zu haben. Die AGNU entwickelt einen Arbeitsplan, schätzt den Personal- und Stundenaufwand und reicht zum Jahresbeginn alles bei der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Mettmann ein. Von dort wird der gemeldete Bedarf an die Bezirksregierung weitergeleitet. Die wiederum teilt dann die Zuschüsse zu, die meist im Juli/August anteilig an die sechs im Kreis tätigen Naturschutzverbände ausgeschüttet werden.
Annette Herz, beim Planungsamt des Kreises für die FÖNA-Mittel zuständig, hat die Naturschützer im vorigen Jahr noch über die Änderungen in der Finanzpraxis informiert. "Die Finanzierung ist höher geworden bei den FÖNA-Mitteln, aber komplexer." Im vorigen Jahr, so Annette Herz, hatte der Kreis nach Düsseldorf 3855 Einsatzstunden und einen Bedarf von 23 000 Euro gemeldet. Bewilligt wurden 20 000 Euro. Die AGNU Haan, deren Helfer ungefähr 1000 Arbeitsstunden geleistet hatten, bekam 80 Prozent der gemeldeten Stunden bezahlt. "2008 waren das nur 60 Prozent", berichtete AGNU-Vorstand Sven Kübler.
Generell steht das Geld jedem Helfer zu. Allerdings spenden die meisten erwachsenen Helfer ihren Lohn regelmäßig für die AGNU-Kasse. Von diesen Einnahmen konnten Werkzeuge und Material bezahlt und Lehrgänge – etwa zum Handhaben der bei Arbeiten unbedingt nötigen Motorsägen – finanziert werden. "Wir sehen unsere Arbeit als Ehrenamt", betont Kübler. Die Arbeit werde geleistet, um die Natur zu pflegen. Selbst wenn es irgenwann kein Geld mehr gäbe, werde die AGNU weiter aktiv sein. "Dann müssten wir schauen, wie wir alles finanzieren."
Im Vorstand ist ein Arbeitsplan für 2010 entwickelt worden, aus dem hervorgeht, wo wann welche Arbeit geleistet werden soll. Dieses Papier wird am kommenden Montag bei der Jahresversammlung genauer besprochen.
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