Haan: Neues aus der Traumfabrik
VON FRANK ERKELENZ - zuletzt aktualisiert: 16.07.2007Düsseldorf (RPO). Film- und Werbeschaffende berichteten beim Haaner Sommer von ihren neuesten Projekten und plauderten über die Macken der Stars. „Haanywood“ lockte rund 200 Besucher an den Strand auf dem Neuen Markt.
Zwischen Haan und Hollywood gibt es fraglos eine Menge Parallelen: nicht nur der fehlende S-Bahn-Anschluss verbindet die Gartenstadt und die amerikanische Traumfabrik. Immerhin verfügt Haan derzeit auch über einen kleinen Strand – und was die relative Anzahl an Film- und Fernsehmachern betrifft, da dürfte Haan sogar die Nase vorn haben. Einige dieser meist im Verborgenen Schaffenden wurden am Samstagabend im Rahmen des Haaner Sommers vorgestellt.
„Haanywood“ lockte bei strahlendem Sonnenschein an die 200 Besucher zum City-Beach, wo Moderator Hans-Jürgen Speitel (WDR) zum Talk lud. Im Mittelpunkt des Interesses stand der Haaner Autor, Produzent und Regisseur Berengar Pfahl. Er berichtete launig über die großen und kleinen Macken der Stars, die er aber gern erduldet, denn: „Disziplin darf Emotion nicht zerstören.“ Der Entdecker (unter anderem) von Mark Keller, Katharina Wackernagel und Ulrike Kriener begann seine Karriere 1972 an der Seite von Rüdiger Daniel mit Lachgeschichten für die Sendung mit der Maus. Hier ist auch Tobias Becker tätig. Er vertont als Sound-Designer die Sachgeschichten – und das nach eigenem Bekunden nach dem „Try and Error“-Verfahren („Der Film läuft und ich spiele mit“). Seit mehr als 20 Jahren ist Becker nun für die in 99 Länder ausgestrahlte Sendung im Einsatz.
Veranstalter
Stadt Haan Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften
Rathaus, Kaiserstraße 85
Kontakt Fax 0 21 29 / 91 12 47
E-Mail wirtschaftsfoerderung@stadt-haan.de
Noch jung im Geschäft, aber bereits sehr erfolgreich, sind Jan und Sven Hill. Da der Filmproduzent und sein Bruder (Kameramann) beruflich eingespannt waren, berichtete Vater Helmut über deren Tätigkeit. Computerspezialist Hartmut Landwehr erklärte, wie im Film sogar Tote wieder lebendig werden, und Rüdiger Daniel berichtete nicht nur von seiner Porträt über den „faszinierenden“ Helge Schneider. Er beichtete auch, früher als Vollstrecker für das Finanzamt gearbeitet zu haben, bis er seine Liebe zum Film entdeckte. Nach der vom Hörfunkmoderator Hans-Jürgen Speitel souverän und humorvoll geleiteten Talkrunde gab es Kostproben Haaner Filmschaffens auf der Leinwand. Neben von Haanern gestalteten Werbetrailern und Auszügen aus Rüdiger Daniels Helge-Porträt gab es die mit Spannung erwartete Welt-Premiere. Berengar Pfahl stellte erstmals Szenen seines internationalen Kinofilmes „Shanghai Baby“ mit Bai Ling vor. Für die an Original-Schauplätzen gedrehten Ausschnitte gab es Applaus des Haaner Publikums. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Begriff „Haanywood“ gerechtfertigt. In jedem Fall vermittelte der Abend interessante Einblicke in die Glamourwelt und die Arbeit dahinter. Tobias Becker und Wolfram Cramer von Clausbruch umrahmten „Haanywood“ mit perfekter Lounge-Musik.
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