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Haan: Neues aus Haan und der Welt

VON FRANK ERKELENZ - zuletzt aktualisiert: 04.07.2008

Düsseldorf (RPO). Interessantes und Amüsantes entlockte Moderator Rüdiger Daniel den Gästen beim Sommer-Talk. So erfuhren die Zuhörer auch Privates über die drei prominenten „Haaner Köpfe“.

Mani Neumann, Berengar Pfahl und Birgit Schwitalla (v.l.) im Gespräch mit Rüdiger Daniel.   Foto: RPO
Mani Neumann, Berengar Pfahl und Birgit Schwitalla (v.l.) im Gespräch mit Rüdiger Daniel. Foto: RPO

Es war fast wie beim Fernsehen: Nach der Premiere des Haaner Sommer-Talks standen die Talkgäste im Blitzlicht-Gewitter – und doch war alles ganz anders. Anstelle eines „Ich sach das jetz mal so“-Kerners oder eines nervig insistierenden Reinhold Beckmann saß mit Rüdiger Daniel ein Mann auf dem Podium, der etwas von Fernsehen versteht.

Der Haaner Filmemacher nahm sich zugunsten der interessanten Gäste zurück und war ein bestens vorbereiteter Moderator. Alle seine Haaner Gäste hatten etwas gemeinsam: Sie sind viel unterwegs, haben sich aber dabei ihre Bodenständigkeit bewahrt. Farfarello-Geiger Mani Neumann machte sogleich deutlich, dass er weder von seiner Spiel- noch von seiner Lebensweise einen Hauch von „Zigeuner“ verkörpere. „Musik ist mehr als Bühne und Applaus, es ist harte Arbeit“, verriet er kurz vor einem nächtlichen Trip nach Rumänien. Vor einer Kostprobe seines Könnens gestand er seine Bewunderung für Anne-Sophie Mutter: „Aber der kann ich nicht nacheifern.“

Mit der Violinistin Mutter hat auch die Haaner Werbeexpertin Birgit Schwitalla schon ihre Erfahrungen gemacht. Sie schilderte die Künstlerin als sehr natürlich, umgänglich und tief beeindruckend. Die laute Hella von Sinnen sei sympathisch und ein Profi durch und durch, erklärte Schwitalla und machte dabei auch vorzüglich den Slang der Gummersbacherin nach. Die Tomate von Dr. Best stamme aus dem Handelshof, Günther Jauchs Ski-Unterwäsche ebenfalls aus Haan und die „Heino“-Brille mit Schriftzug sei keineswegs eine Erfindung von Hannelore.

TV-Regisseur und Autor Berengar Pfahl verblüffte mit der Erkenntnis, in Haan könne man alles kaufen. Pfahl ist bei den Fernsehfilmen der Quotenkönig der ARD. „Die Brücke am schwarzen Fluss“ erreichte jeweils mehr als 18 Millionen Zuschauer. Kein Wunder, denn es spielen viele Haaner (auch Mani Neumann) mit und die Gartenstadt ist neben dem Senegal Hauptdrehort des Zweiteilers. In Haan entdeckte der (einst) rastlose Pfahl auch Katharina Wackernagel zu Zeiten, als Castings „noch nicht in der Öffentlichkeit“ stattfanden. Von Haan aus wirft Pfahl auch immer wieder den Blick über den Tellerrand in die ganze Welt. „Aber man muss wissen, wo man hingehört“, beschrieb Pfahl, der von der Sehnsucht, nach Hause zu kommen, berichtete. Er genieße das Leben in Buschenhausen, wo gleich vier Pfahl-Generationen ansässig sind.

Mit viel Applaus wurden die Talkgäste und Rüdiger Daniel vor dem großen Gewitter verabschiedet. Schade, dass der Zauberer Hans-Walter Dillenberg erst nach der Veranstaltung aus Frankreich eintraf. Am Bierstand unterhielt der Exil-Haaner die Besucher noch mit einigen verblüffenden Kartentricks. Das Blitzlicht-Gewitter am Himmel konnte aber auch der Profi nicht wegzaubern.

Quelle: RP

 
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