Haan: Oldtimer vor bergischer Idylle
VON CHRISTOPH SCHMIDT - zuletzt aktualisiert: 07.07.2007Düsseldorf (RPO). Die größte Rallye französischer Klassiker in Deutschland besucht am 14. Juli Gruiten-Dorf. Im gelben Zelt der Rheinischen Post vor der Gaststätte Schwan erhalten die 167 Fahrer den obligatorischen Stempel.
Vor vielen Jahren besuchte Boris Neisser mit seinen Eltern Gruiten-Dorf. „Ich wusste nicht mehr, wie schön es hier ist“, gestand gestern der Geschäftsführer von Destination Düsseldorf. Der Zusammenschluss von 150 Unternehmen aus der Landeshauptstadt und Neuss wirbt für die Region und ist Ausrichter der „6. Tour de Düsseldorf“. Sie führt in diesem Jahr am Samstag, 14. Juli, erstmals durch Gruiten-Dorf.
Viele Vorkriegsraritäten
Ein Termin, den sich alle Liebhaber von klassischen Automobilen rot im Kalender anstreichen sollten: Denn 165 in Frankreich gebaute Fahrzeuge wurden angemeldet, darunter mehr als ein Dutzend seltener Vorkriegsraritäten, verrät Neisser, der selbst einige Oldtimer besitzt. Zu bewundern sind unter anderem ein „De Diedrich“, ein elegantes Cabriolet von 1905; ein Bugatti Tpy 40a von 1931, von dem es weltweit nur noch 15 Exemplare gibt; oder ein De Dion Bouton von 1914, das letzte fahrtüchtige Auto dieser Art in ganz Deutschland.
Das Gros der automobilen Schmuckstücke stellen Renault, Peugeot und Citroen, viele attraktive Fahrzeuge aus den 50er, 60er und 70er Jahre. 200 Oldtimerbesitzer hatten sich beworben. „Wir sind bereits zum zweiten Mal ausgebucht“, berichtet Neisser und wertet dies als Indiz für die Anziehungskraft der „Tour de Düsseldorf“. Zwei Teilnehmer reisen sogar über 1000 Kilometer weit aus Wien an. Die Wagen kommen zwischen 13.30 und 15.45 Uhr aus Richtung Mettmann. Vor der malerischen Kulisse der Evangelisch-Reformierten Kirche mit Pfarrhaus an der Pastor-Vömel-Straße werden die offiziellen Tour-Fotos geschossen.
RP-Station vor dem „Schwan“
Hundert Meter weiter vor dem Gasthaus Zum Schwan baut die Rheinische Post eine Station auf. Dort erhalten die Oldtimer-Fahrer den obligatorischen Stempel. Eine gute Gelegenheit für die Zuschauer, Wagen und Besatzung – häufig auch im historischen Outfit – zu bewundern. Die Rallye-Teilnehmer und auch die Zuschauer können sich im RP-Zelt kostenfrei mit einem Gläschen Rotwein stärken. Für Kinder gibt es roten Fruchtsaft. Die Rallye startet um 10.30 Uhr auf dem Burgplatz in der Düsseldorfer Altstadt. Über Kalkum und Ratingen-Lintorf führt die 120 Kilometer lange Strecke am Baldeneysee entlang bis zum kulinarischen Bahnhof „Lukas“ in Essen-Kupferdreh. Nach einem Schlenker zum Sender Langenberg erwartet die Automobilisten ein gemütliches Picknick in der Dampfbäckerei „Friedrichs“ in Velbert. Von dort steuern die Oldtimer Gruiten an, ehe sie durch das Neanderthal nach Düsseldorf zurückkehren. Die Rallye findet im Rahmen des Düsseldorfer Frankreich-Festes (13. bis 15. Juli) im Innenhof des Rathauses statt. Dazu werden mehr als 50 000 Besucher erwartet.
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