Hilden: Ordnungshüter mit Biss
VON SONJA SCHMIDT - zuletzt aktualisiert: 29.09.2006Düsseldorf (RPO). Mit einem „Tag der Polizei“ feierte eine der ältesten Verbindungsstellen der International Police Association (IPA) gestern auf dem Warringtonplatz ihr 50-jähriges Bestehen.
„Das ist unsere neueste Errungenschaft”, erklärt Benjamin Kleppe von der Verkehrsüberwachung des Verkehrsdienstes Mettmann und zeigt nicht ganz ohne Stolz auf das grazile Lasergerät zu seinen Füßen. Es kommt seit zwei Jahren bei Verkehrskontrollen im Kreisgebiet zum Einsatz. Im Rahmen des gestrigen „Tages der Polizei” stellte das Team vom Verkehrsdienst auf dem Warringtonplatz seine technischen Überwachungshelfer vor. Die Kreispolizei begrüßte zum 50-jährigen Bestehen der Verbindungsstelle Mettmann der International Police Association (IPA), einem Freundschaftsnetzwerk der Polizei, auch Kollegen aus dem Ausland.
Tag der Polizei
Wann Immer zum Jubiläum; das letzte Mal vor fünf Jahren zum 45-Jährigen.
Idee Der Tag soll nicht nur der IPA, sondern auch der Kreispolizeibehörde die Gelegenheit geben, sich darzustellen.
Teilnehmer Rund 30 Polizisten, davon 20 aus England, Frankreich und Schweden.
Geschwindigkeits-Lasergerät
Für die Bürger waren Informations- und Beratungsstände aufgebaut. „Das Geschwindigkeits-Lasergerät wird vor allen Dingen auf Landstraßen eingesetzt und misst bis zu einem Kilometer Entfernung”, berichtet Benjamin Kleppe. „Gelegenheiten wie heute, bei denen wir Gespräche mit den Bürgern führen können, sind wichtig, schließlich kommen viele Leute mit Vorurteilen zu uns. Sie meinen, es geht nur darum, die Kassen zu füllen”, erzählt Kleppe. Wenn er den Bürgern erkläre, dass es in Deutschland pro Jahr 5000 Verkehrstote wegen zu hoher Geschwindigkeit gebe, zeigten die meisten doch Verständnis, so der Beamte. „Einige Leute sind heute stehen geblieben, um sich die Technik der Messgeräte genauer anzuschauen und fragten, wie die Beweiserhebung des Radargerätes ohne Foto funktioniert”, berichtet der Verkehrsfachmann. Zwei Kollegen würden Distanz und Geschwindigkeit bezeugen. Interessiert zeigten sich die Bürger auch an den Austellungsstücken des Kommissariats Vorbeugung zum Thema „Einbruchsschutz“ im eigenen Haus. „Leider kommen viele Bürger zu spät, nämlich erst dann, wenn sie fertig gebaut haben, die Wohnung einzugsfertig ist, oder bereits ein Einbruch passiert ist“, erklärt Kommissariatsleiter Werner Heidrich. Der Einbau von einbruchsicheren Fensterriegeln und anderen Vorkehrungsmaßnahmen sei im Nachhinein sehr aufwändig und kostspielig. „Um bereits frühzeitig zu planen, bietet die Polizei Beratungen an, das heißt die Bauherren kommen mit dem Architekten und dem Bauplan zu uns und wir schauen, wo Schwachstellen liegen und machen Verbesserungsvorschläge für mehr Sicherheit”, berichtet Heidrich. Und ergänzt: „Wer Wert auf eine gute mechanische Sicherung des Hauses legt, sollte ein bis anderthalb Prozent der Bausumme investieren. Je mehr Zeit der Einbrecher braucht, desto eher macht er sich aus dem Staub”, erklärt der Experte.
Blaue Uniform gefiel
Elfi Remmler interessiert sich am Tag der Polizei besonders für das schöne Äußere der Beamten. „Diese blaue Uniform, die auch die Engländer tragen, gefällt mir wirklich sehr gut. So könnten unsere Polizisten doch auch aussehen”, meint die 76-Jährige begeistert. Und lächelt verschmitzt.
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