Kommentar: Pipeline "alternativlos richtig"
zuletzt aktualisiert: 29.09.2010Düsseldorf (RPO). Alles Taktik?
War es Taktik, dass Karl-Josef-Laumann und nicht Armin Laschet das heiße Eisen CO-Pipeline anpackte? War es Kalkül, dass der Kreisvorsitzende Droste zwar nach der Rede von Laumann, nicht aber nach der von Laschet Diskussionsbedarf der versammelten CDU-Mitglieder abfragte? Wie soll man deuten, dass auch nicht einer der Pipeline-Gegner im Saal – unter ihnen der Landtagsabgeordnete Harald Giebels – laut aufmuckte? Laschet blieb es erspart, zu dem Thema Stellung zu nehmen. Sein Mitbewerber Röttgen hatte mit seiner ablehnenden Haltung zur Pipeline an der christdemokratischen Basis im Kreis Mettmann Hoffnungen auf einen Sinneswandel in der CDU-Landtagsfraktion genährt. Auf seinen Auftritt in Ratingen werden die Parteifreunde – und die Bürger – gespannt sein. ja
Hilden (ja) "Die Menschen im Kreis Mettmann erwarten ein klares politisches Verhältnis zur CO-Pipeline", appellierte Dr. Wilhelm Droste an Karl-Josef Laumann. Dessen Stellungnahme fiel deutlich aus: "Die Entscheidung für die Pipeline ist alternativlos richtig." Die CDU müsse den industriellen Fertigungsstandort NRW sicherstellen. Der Transport so großer Mengen Kohlenmonoxid über Schiene oder Straße sei nicht möglich. Beim Bau habe aber die Sicherheit Vorrang. Harald Giebels, einer der vier CDU-Abgeordneten aus dem Kreis, die im Landtag gegen die Leitung und damit gegen die eigene Fraktion votiert hatten, guckte betreten und meinte später zur RP, Laumanns Sichtweise sei "theoretisch". Hildens CDU-Fraktionschef Dr. Peter Schnatenberg muckte nur leise auf, als Droste meinte: "Die Politik im Landtag wäre viel einfacher gewesen, wenn die Kommunalpolitiker nicht so lange geschlafen hätten." Aus der Versammlung kamen den ganzen Abend über weder Fragen noch Diskussionsbeiträge.
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