Gruiten: Provisorium nervt
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 26.10.2007Düsseldorf (RPO). Reger Baustellenbetrieb prägt das Wohngebiet Hasenhaus. Neubürger haben sich gut eingelebt, sehnen aber Fortschritte von der Haustür herbei.
Baugebiet Hasenhaus, gestern Nachmittag gegen 15 Uhr. Eine riesige Staubwolke wirbelt auf, als ein großer Lastwagen, hoch mit Schotter beladen, vom künftigen Kreisverkehr der Vohwinkeler Straße aus zum Baugebiet Düsselberg abbiegt. Er muss warten, weil gerade per Bagger ein großer Haufen Erdaushub im Bereich einer künftigen Wohnstraße verteilt. Nach einer Weile rangiert der Laster rückwärts an eine Hausbaustelle heran und kippt seine Ladung ab, die später unter der Bodenplatte eines Einfamilienhauses liegen wird.
Handwerkerautos zu schnell
Ringsum sind Handwerker aktiv. Da wird die Armierung für ein Fundament zusammengebunden. Nebenan zieht ein Bagger Gräben für die Grundentwässerung. Schräg gegenüber sind Zimmerleute dabei, den aufwändig konstruierten Dachstuhl eines Hauses zu vollenden. Ein Kabelbauer liefert Versorgungsleitungen an. Und am Ende einer Baustraße schachtet ein Baggerführer fein säuberlich eine Baugrube entlang aufgesprühter Farbmarkierungen aus.
An der Zufahrt zum Dinkelweg steht ein Baggerfahrer im Führerhaus. Anders kann er nicht sehen, ob die Baggerschaufel in einer etwa drei Meter tiefen Grube schon ein Kanalrohr berührt oder nicht.
Aus einem Garten hört man ein Kind rufen: „Wo ist die Frisbee, Mama?“ Insa Vogel spielt mit dem Nachwuchs und dem Familienhund auf dem Rasen. Auf die Frage, wie es sich im Gebiet Hasenhaus lebe, gibt es die prompte Antwort: „Sehr gut! Es ist eine tolle Nachbarschaft.“ Die Kinder könnten in der Woche allerdings nicht auf der Straße spielen. Die Bauarbeiterautos seien einfach zu schnell unterwegs. Wie Frau Vogel wartet auch Helga Ruhs darauf, dass endlich die Straße fertiggestellt wird. „Wir sind vor zwei Jahren eingezogen und würden gerne unseren Zaun setzen“, berichtet Frau Ruhs. Aber es sei unklar, welche Höhen später der Straßenaufbau habe. Eine Familie am Borgmannweg könne deshalb auch ihren Vorgarten nicht anlegen.
Straßenbau ist noch offen
Wann die Straße gebaut wird, vermochte auch Wolfgang Wahle von der Planungsgruppe Düsselthal nicht sagen. „Es macht keinen Sinn, die Straße fertigzustellen, so lange noch schwere Baufahrzeuge durch das Gebiet fahren.“ Es könne überlegt werden, die Wege quartiersweise anzulegen. Wer Angaben über künftige Geländehöhen benötige, solle sich mit dem Büro Leinfelder in Verbindung setzen, das alle Maße aufgenommen hätte.
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