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Hilden: Sparen fängt bei der Energie an

VON NADINE THIELEN - zuletzt aktualisiert: 19.09.2009

Düsseldorf (RPO). Wer seinen Stromverbrauch verringert schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.

In der Langenfelder Beratungsstelle der Verbraucherzentrale arbeiten jetzt zwei zusätzliche Energieberater.
Ein Energiespar-Tipp: Abschaltbare Stecker statt Stand-by-Betrieb.  Foto: RPO
Ein Energiespar-Tipp: Abschaltbare Stecker statt Stand-by-Betrieb. Foto: RPO

Langenfeld/Hilden "Energiesparen ist nichts mehr nur für Ökos", sagt Britta Friedrichsmeier, die Energieberaterin der Langenfelder Beratungsstelle der Verbraucherzentrale. Die Nachfrage nach Energieberatungen ist stark gestiegen: Waren es 2008 insgesamt 60 Beratungen, wurden allein schon in diesem Jahr 30 Termine angefragt. Deshalb unterstützen ab sofort Rudolf Klapper und Laszlo Letay die 36-Jährige. Die beiden Architekten werden vom Land und der EU finanziert.

Kenntnisstand unterschiedlich

Letay hat schon einige Verbraucher getroffen. "Die Problemstellungen und auch der Kenntnisstand sind ganz unterschiedlich. Viele Leute merken nur anhand steigender Kosten, dass sie zu viel verbrauchen. Andere haben sich dagegen schon im Voraus richtig gut informiert". Ob Laie oder Profi – geholfen wird jedem, der Energie sparen möchte.

Info

Energieberatung

"Sparen ist machbar, Herr Nachbar" heißt die Aktion der Verbraucherzentrale für Energiesparer. Wer zu Hause Energie sparen möchte, kann sich für 60 Euro beraten lassen. Eineinhalb Stunden dauert der Besuch des Experten vor Ort. Danach wird den Verbrauchern ein Protokoll der Ergebnisse zugeschickt.

Termine können telefonisch unter % 0180 - 1115999 vereinbart werden.

Ein besonderes Angebot erwartet Nachbarn, die sich gemeinsam beraten lassen. Sie erhalten eine Überraschung per Post.

"Zuerst schaue ich mir alle wichtigen Unterlagen über das Haus an. Dazu gehören die Wohnfläche, die Anzahl der Wohnungen und der darin lebenden Personen. Auch Baupläne geben wichtige Informationen", beschreibt der Energieexperte die Beratung. In einem nächsten Schritt geht er zusammen mit den Verbrauchern durch das Haus. "Wichtig ist es, unterschiedliche Bereiche, wie Kellerräume und die Wohnung, zu sehen." Direkt vor Ort gibt der 55-Jährige schon einige Ratschläge. Innerhalb der folgenden zehn Arbeitstage schickt Letay den Verbrauchern dann ein Protokoll mit den Ergebnissen der Besichtigung zu. Darin hält er fest, wo Energie verloren geht und wie diese eingespart werden kann. "Wenn ich den Leuten ihren Energieverbrauch eines Jahres zeige, sind viele überrascht." Das heißt nicht immer, dass im Haushalt zu viel Energie verschwendet wird. "Manche heizen sogar zu sparsam, was auch nicht gut ist. Das kann zu Schimmelbefall führen", warnt Letay.

Als neuer Energieberater arbeitet jetzt Laszlo Letay (m.) in der auch für Hilden zuständigen Langenfelder Verbraucherzentrale mit Britta Friedrichsmeier (l.) zusammen. Rechts Christiane Lersch. Foto: RPO

Gründe für eine Energieberatung gibt es genug. "Letztes Jahr sind die Energiekosten explodiert", sagt Friedrichsmeier. Zudem sei der Markt voll von Angeboten, so dass die Verbraucher schnell den Überblick verlieren. Die Energieberaterin rät zu schnellem Handeln: "Gerade jetzt lohnt sich die Beratung, weil der Staat viele Zuschüsse und Kredite zu günstigen Zinsen anbietet ".

Nicht alles passt überall

Auch wer sich bereits ernsthafte Gedanken, um neue energiesparende Technik im eigenen Haus gemacht hat, sollte nicht auf den unabhängigen Rat der Verbraucherzentrale verzichten. "Nicht alles was gut ist, passt überall", weiß Letay. "Wir prüfen auch, welche Möglichkeiten der Standort des Hauses überhaupt zulässt."

Quelle: RP

 
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