Gruiten: SPD Gruiten stellt sich neu auf
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 03.02.2011Düsseldorf (RPO). Zu einem Generationswechsel kam es bei der Jahresversammlung. Jens Niklaus (37) übernahm den Vorsitz von Heiner Wolfsperger (61). Sportplatz-Sanierung und Bürgerhaus bleiben große Themen im Stadtteil.
Jens Niklaus ist der neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins in Gruiten. Der 37-jährige Marketingsspezialist, der für ein Erkrather Konsumgüter-Unternehmen tätig ist, übernahm bei der Jahresversammlung am Dienstagabend den Vorsitz von Heiner Wolfsperger, der dieses Amt seit 1995 bekleidet hatte. Neuer Stellvertreter wurde Alexander Viehmann, der Jürgen Boes nachfolgte. Niklaus, wie Wolfsperger damals vor seiner Wahl zum Vorsitzenden Kassierer gewesen, erhielt bei 15 Ja- vier Gegenstimmen. Die anderen Vorständler wurden einstimmig gewählt.
Die drohende Schließung des Gruitener Bürgerhauses, die Sportplatz-Sanierung und auch der Zustand des Gruitener Bahnhofes werden auch weiterhin die politische Arbeit des Ortsvereins prägen. Das wurde in der Aussprache nach dem letzten politischen Bericht von Heiner Wolfsperger deutlich. Georg Wilhelm Adamowitsch unterstützte Wolfsperger in der Forderung, dass vor einer Diskussion über die Aufgabe des Bürgerhauses Zahlen auf den Tisch müssten. Schon im Herbst hatte Wolfsperger Bürgermeister Knut vom Bovert aufgefordert, Daten über die Nutzung des Bürgerhauses und der anderen Gruitener Veranstaltungsstätten (Pfarrsaal, Elisabeth-Strub-Haus, Mehrzweckhalle Waldorfschule) vorzulegen. Ohne Alternativen werde die SPD einer Schließung des Bürgerhauses nicht zustimmen.
SPD Gruiten
Vorstand Jens Niklaus (Vorsitzender), Alexander Viemann (2. Vorsitzender), Melanie Thiede (Schriftführerin) und Juliane Eichler (Kassierer). Beisitzer sind: Günther Harth, Alfred Leske, Christoph Schmidt, Wolf-Hartwig Kohte und Ute Dörr.
Mitglieder derzeit 60.
"Anspruch auf eine Entscheidung"
Die SPD unterstützt den Förderverein Fußball und den TSV bei dem Bestreben, den alten Sportplatz mit einem Kunstrasen auszurüsten. Eine große Lösung – Verlagerung des Sportplatzes zur Windfoche, Vermarktung des alten Sportgeländes und des Komplexes Bürgerhaus/Schwimmbad – wie vom Bürgermeister benannt, dauere viel zu lange. Außerdem fehlten die nötigen Bebauungspläne. Nach 15 Jahren der Diskussion, fand Beate Kier, "haben die Menschen einen Anspruch auf eine Entscheidung".
Ärgerlich sei, dass für das an der Windfoche auf Druck der Politik angekaufte Sportplatz-Areal jetzt Zinsen gezahlt werden müssten. Beklagt wurde, dass die Stadt jetzt möglicherweise die Kosten für einen Lärmschutz zur Sinterstraße hin zu tragen habe. Das damalige Bauunternehmen Heimbau Niederberg wollte nach Vollendung der Siedlung Sinterstraße den Sportplatz bebauen und dafür an der Windfoche ein neues Sportgelände schaffen. Das Unternehmen ging jedoch in Konkurs und hat für einen Lärmschutzwall, der im Bebauungsplan Sinterstraße eingetragen ist, nicht einmal eine Bürgschaft hinterlegt. Wolf-Hartwig Kohte, früher Technischer Beigeordneter in Haan, wies auf das Risiko hin: "Ein Verkauf, ein Eigentümerwechsel oder ein Erbe – und das Ganze kann hinfällig sein."
Dank für 16 Jahre Arbeit
Für eine 16-jährige "stille, gute und beharrliche Arbeit" bedankte sich Georg Wilhelm Adamowitsch bei Heiner Wolfsperger. Der wird sein Stadtratsmandat weiterhin wahrnehmen. Gegenüber der RP sagte Wolfsperger gestern, er werde Alexander Viemann, der als persönlicher Vertreter für Wolfsperger in den Stadtrat nachrücken würde, "Zeit zum Einarbeiten" geben.
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