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Haan: Spurensuche beim Bürgerfest

VON DANIEL OELBRACHT - zuletzt aktualisiert: 05.05.2008

Düsseldorf (RPO). „Gemeinsam leben – gemeinsam feiern“ hieß es gestern auf dem Neuen Markt. Frühlingswetter und das Bühnenprogramm lockten. Auf das Partnerland Rumänien gab es aber nur vereinzelt Hinweise.

Die Can-Can-Gruppte „Red’n’Crispy“ des Tanzsportclubs Haan begeisterte mit ihrem Auftritt.   Foto: RPO
Die Can-Can-Gruppte „Red’n’Crispy“ des Tanzsportclubs Haan begeisterte mit ihrem Auftritt. Foto: RPO

Vielen Deutschen ist Rumänien nur vom Eurovision Song Contest ein Begriff. Der Moderator des osteuropäischen Landes meldet sich dann mit einem „Buna Seara!“ aus der Hauptstadt Bukarest. Doch ansonsten schafft es der Staat am Schwarzen Meer kaum einmal ins Bewusstsein der Bundesbürger, obwohl Rumänien auf der Landkarte kaum zu übersehen ist, weil es zwei Drittel der Fläche Deutschlands einnimmt und immerhin 22 Millionen Menschen dort leben.

Die Haaner Europa-Union suchte im Vorfeld des Bürgerfestes offenbar den Kontrast: Sie ernannte Rumänien zum Partnerland, um es ins rechte Licht zu setzen. Doch viel Rumänisches gab es nicht zu entdecken an den Ständen. Erwartungsgemäß viel Informationsmaterial hielt die Europa-Union bereit, die die Besucher am unteren Neuen Markt neben der Bühne empfing. Vor einem historischen Bus der Rheinbahn (Marke Büssing, Typ IV GLn) wartete unter anderem Heiner Fragemann auf Neugierige.

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Bürgerfest

Programm Auf der Bühne gab es Darbietungen des Städtischen Singvereins, der HTB-Kampfsportler und Leistungsturner, der orientalischen Tanzgruppe Scarabé, der Can-Can-Truppe des Tanzsportclubs, drei Formationen der Musikschule, des Karate-Clubs Gojo-Ryu und der HTV-Tanzsportabteilung. Außerdem stimmte „Farfarello“ auf sein Konzert am Abend ein und es spielte die Peter-Weisheit-Band.

Teilnehmer Knapp 30 Vereine und Organisationen beteiligten sich am Fest. Laut Kulturamt ist die Tendenz im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückgängig.

Musikalischer Botschafter

„Im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich, den Partnerländern des Vorjahres, ist Rumänien natürlich weitaus weniger bekannt“, gestand er. Um die Wissenslücken zu schließen, präsentieren die VHS, die Europa-Union und das Kulturamt noch bis Freitag eine Ausstellung des Rumänien-Kenners Armin Pongs mit dem Namen „Die verkannten Europäer“ in der Landesfinanzschule. Bürgermeister Knut vom Bovert erinnerte daran, dass Manni Neumann („Farfarello“) 2007mit dem rumänischen Verdienstorden geehrt wurde und lobte den Musiker aus Haan als Botschafter aus der Gartenstadt.

Die rund 30 am Fest beteiligten Vereine und Organisationen griffen die Kultur des Partnerlandes jedoch nicht auf, sondern beschränkten sich auf die Vorstellung eigener Aktivitäten und den Verkauf von Speisen und Getränken.

Hochbetrieb auch in Eiscafés

Nur wenige Ausnahmen gab es: An einzelnen Ständen, darunter an dem des Fördervereins Historische Pumpstation, hingen kleine Fahnen von Rumänien. Und die schlesische Landsmannschaft legte drei Bücher über die Menschen und ihre Kultur aus. „Wir bemühen uns, das Thema aufzugreifen“, stellte der Vorsitzende Martin Fischer fest und deutete auf den Lesestoff über Siebenbürgen, die Donauschwaben und die Bonater Schwaben.

Die zahlreichen Besucher, die über das Fest schlenderten, kümmerte all das wenig. Sie erfreuten sich am abwechslungsreichen Bühnenprogramm, den netten Gesprächen und Begegnungen und natürlich am hervorragenden Wetter. Der Sonnenschein sorgte dafür, dass die Eiscafés sich vor Gästen kaum retten konnten und dass der Stadtbrunnen als Abkühlung regen Zulauf hatte.

Quelle: RP

 
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