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Haan: St. Josef: Parken kostet Geld

VON CHRISTOPH SCHMIDT - zuletzt aktualisiert: 06.10.2007

Düsseldorf (RPO). Ab 8. November bewirtschaftet das Haaner Krankenhaus seinen Parkplatz. Besucher beschweren sich über über fehlende Stellplätze. Anwohner befürchten noch mehr Suchverkehr im Viertel.

Die 160 Klinik-Parkplätze reichen bei weitem nicht aus. Zu den 400 Klinikmitarbeiter kommen jedes Jahr noch 7300<span style="font-size:40%;"> </span>stationäre sowie 22<span style="font-size:40%;"> </span>400<span style="font-size:40%;"> </span>ambulante Patienten, die im St. Josef behandelt werden.   Foto: RPO
Die 160 Klinik-Parkplätze reichen bei weitem nicht aus. Zu den 400 Klinikmitarbeiter kommen jedes Jahr noch 7300<span style="font-size:40%;"> </span>stationäre sowie 22<span style="font-size:40%;"> </span>400<span style="font-size:40%;"> </span>ambulante Patienten, die im St. Josef behandelt werden. Foto: RPO

Der klinikeigene Parkplatz verursache Kosten, erläuterte Cerstin Tschirner, Pressesprecherin des katholischen Kplus-Verbundes: „Wir müssen versuchen, diese durch die Bewirtschaftung wieder hereinzuholen.“ Auch die Stellplätze der anderen drei Kliniken im Kplus-Verbund würden alle bewirtschaftet. Die 400 Mitarbeiter in Haan müssten künftig fürs Parken zahlen, allerdings erhalten sie einen besonderen Tarif. Die Chefärzte haben reservierte Plätze. „Die sind allerdings kostenpflichtig“, betonte Tschirner.

Knöllchen eingehandelt

Die 160 Parkplätze reichen bei weitem nicht aus. Zu den 400 Klinikmitarbeiter kommen jedes Jahr noch 22 400 ambulante sowie 7300 stationäre Patienten, die von Angehörigen besucht werden. „Für so ein großes Krankenhaus ist die Parkplatz-Situation katastrophal“, sagt Hans-Peter Feickert, der dreimal die Woche ins Haaner Krankenhaus muss. Auf dem Klinikgelände selbst habe er noch nie einen Parkplatz gefunden, versichert der Wuppertaler.

Info

Kostenpflichtig

Wann Ab Donnerstag, 8. November.

Tarif Die erste halbe Stunde ist frei. Die nächste halbe Stunde kostet 50 Cent. Jede weitere angefangene Stunde einen Euro. Tageshöchstbetrag: sechs Euro.

Parkgebühren findet Patientin Petra Binder aus Hilden überhaupt nicht gut: „Die Telefon- und Fernsehgebühren im St. Josef sind schon hoch genug.“

Gunter Müller aus Velbert ist einer von rund 200 Patienten im Quartal, die die Ambulanz des Diabeteszentrums auf dem Klinikgelände aufsuchen müssen. „Die fünf Parkplätze des Diabeteszentrums sind immer voll“, klagt der gehbehinderte Senior: „Es ist ein Riesenproblem, hier einen Parkplatz zu finden.“ Geparkt wird deshalb überall da, wo es noch irgendwie geht. Auf der gesperrten Seite der Robert-Koch-Straße (absolutes Halteverbot) hat sich Müller deshalb schon ein Knöllchen eingehandelt. Fürs Parken zahlen wird der Senior künftig nur zähneknirschend: „Was bleibt mir anderes übrig. Ich kann nicht so weit laufen.“

Parkdruck im Wohngebiet

Wer auf dem Klinikgelände keinen Stellplatz findet, muss gezwungenermaßen in die Seitenstraßen ausweichen. Dort stehen vor den Häusern überall große Schilder mit der Aufschrift „Privatparkplatz – Unbefugtes Parken wird zur Anzeige gebracht“. Freie legale Parkplätze auf der Straße sind rar. „Wenn für das Parken auf dem Klinikgelände bezahlt werden muss, wird der Parkdruck hier im Wohngebiet noch viel schlimmer“, fürchtet Anwohner Wolfgang Koziol. Das sei bei der Uniklinik Düsseldorf auch so gewesen: „Ich erwarte eine kolossale Verschärfung der Parkplatzsituation.“ Das kann Michael Rennert, Leiter des Ordnungsamtes, nicht erkennen. Auf Bitten der Klinik hätten die städtischen Verkehrsaufseher auf dem Krankenhausgelände bislang nur „sehr zurückhaltend“ kontrolliert.

Knöllchen gab es nur, wenn Rettungszufahrten zugeparkt oder Behindertenparkplätze unberechtigt blockiert wurden. Die Seitenstraßen der Klinik würden als innenstadtnaher Wohnbereich mindestens einmal die Woche kontrolliert. Beschwerden von Anwohnern seien selten, sagte Rennert: „Wer sich beschwert, sind Besucher des Krankenhauses, die keinen Parkplatz finden.“

Quelle: RP

 
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