Gruiten: Stapelweise Bestellungen fürs Fest
VON DANIEL OELBRACHT - zuletzt aktualisiert: 23.12.2009Düsseldorf (RPO). In der Metzgerei Rauschmann/Valbert in Gruiten herrscht in den Tagen vor Weihnachten Hochbetrieb. Mit einer logistischen Meisterleistung arbeitet der Familienbetrieb auch dieses Jahr mehr als 300 Kundenwünsche ab. In der letzten Nacht wurde fast durchgearbeitet.
An Weihnachten ein Fertigmenü aus dem Tiefkühlschrank? "Das ist undenkbar. An den Festtagen soll in puncto Essen alles perfekt sein", sagt Doris Valbert. Die beiden Tage und Nächte vor Heiligabend haben die 47-Jährige, ihr Ehemann Manfred (49) und die Töchter Kathrin (24) und Veronique (17) sowie die 16 Mitarbeiter der Gruitener Metzgerei Rausch-mann/Valbert alle Hände voll zu tun. Über 300 Bestellungen sind abzuarbeiten, auf dem Speiseplan stehen unter anderem Rinder- und Schweinefilet, Raclette, Geflügel (Gans, Ente) und Wild (Reh, Wildschwein, Hase, Hirsch).
"Wir freuen uns auf die Herausforderung. Es ist beeindruckend, zu sehen, zu was man selbst und die Mitarbeiter fähig sind", beschreibt die Inhaberin die Situation vor Weihnachten. Obwohl die Anspannung groß ist, weil die Qualitätsansprüche der Kunden zu Weihnachten am höchsten sind, gehen die Valberts routiniert an die Aufgabe heran. "Regulär beginnen wir morgens um fünf Uhr mit dem Bestücken der Frischetheke. Vor dem Fest geht es abends mal bis 22 Uhr, es kann aber auch halb drei nachts werden", berichten Doris Valbert und Tochter Kathrin.
Metzgerei
Historie Fleischermeister Hermann Pabst gründete das Unternehmen 1905. Seine Tochter Hilde heiratete Adolf Rauschmann. Zusammen übernahmen sie das Geschäft 1938, Sohn Adolf jr. folgte 1966, dessen Tochter Doris mit ihrem Mann Manfred Valbert 1993.
Angebot Neben Fleisch- und Wurstwaren verkauft die Metzgerei auch Präsentkörbe, bietet Partyservice, Frühstück und Imbiss.
System bis ins Kühlhaus
Der Ablauf ist genau geplant: Die Bestellungen werden in einem Ordner gesammelt, jeder Kunde erhält eine Abholnummer. Zwei bis drei Mitarbeiter arbeiten sich der Reihe nach durch den Ordner, portionieren das Fleisch und die Wurstwaren, wiegen und verpacken alles und bringen das fertige Paket ins Kühlhaus, wo die Regale ebenfalls nach System befüllt werden. Viele Kunden lassen sich ihre Bestellung gleich zubereiten. Manfred Valbert verbringt daher die meiste Zeit in der Küche. "Die Leute brauchen die Speisen daheim nur noch zu erwärmen. Gerade ältere Menschen nutzen diesen Service", betont Doris Valbert. Es bedürfe einer gewissen Muße und Liebe bei der Verarbeitung. "Sonst hilft einem auch das beste Stück Fleisch nicht", sagt sie. In dem Gruitener Betrieb wird seit jeher selbst geschlachtet. Montags kommen 20 Schweine von umliegenden Höfen an, mittwochs zwei Rinder. Jäger aus der Gegend liefern das Wild. "Natürlich rechnen wir an Weihnachten in anderen Dimensionen. Auch für uns ist das Fest eine wesentliche Säule beim Jahresumsatz", verrät die Inhaberin. Sie lobt den starken Zusammenhalt im Betrieb: "Unsere Mitarbeiter sind hochmotiviert und mit Leidenschaft dabei." Nach getaner Arbeit gibt es deshalb ein kleines, festliches Beisammensein.
Ente mit Bratäpfeln
Und was kommt bei den Valberts zum Fest auf den Tisch? "Traditionell gibt es bei uns immer Ente mit Bratäpfeln", sagt Doris Valbert, "und dazu ein gutes Glas Wein."
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