Hilden: Startschuss für Turnhallenbau
VON BARBARA JAKOBY - zuletzt aktualisiert: 10.09.2010Düsseldorf (RPO). Die Stadt Hilden hat den Neubau der Dreifachsporthalle am Holterhöfchen ausgeschrieben. Das Gebäude muss Ende 2011 fertiggestellt und abgerechnet sein, sonst gibt es keine Zuschüsse aus dem Konjunkturpakt II.
Ein solches Geschenk werden die Kommunen wohl nicht so schnell wieder erhalten – wenn überhaupt: 2009 legte die Bundesregierung das Konjunkturpaket II auf. 4,38 Millionen Euro davon sollen nach Hilden fließen. Bedingung: Die mit dem Geld geplanten Bau-, Renovierungs- und Energiesparmaßnahmen müssen bis Ende 2011 abgeschlossen und abgerechnet sein.
Zeitverzögerung
"Kein Problem", meint Hildens Stadtkämmerer Heinrich Klausgrete. Die meisten Maßnahmen seien bereits abgeschlossen oder stünden kurz davor. Den dicksten Batzen aus dem Zuschusstopf, nämlich 2,53 Millionen Euro, will die Stadt in den Neubau einer Dreifachturnhalle am Holterhöfchen investieren, die maximal 5,13 Millionen Euro kosten darf (inklusive Mehrwertsteuer). Da allerdings drängt die Zeit. Ursprünglich sollte die Infrastrukturgesellschaft Hilden (IGH) die Halle bauen. Nach dem Streit um die Rechtmäßigkeit der städtischen Vergabepraxis der Stadt an die IGH hat der Rat im März 2010 beschlossen, dass die Stadt selbst die Halle erstellen lassen soll. Um die Frist einhalten zu können, die mit der Zuteilung der Konjunkturmittel verbunden ist, und weil durch den IGH-Vergabestreit wertvolle Zeit verloren wurde, soll die Halle nun von einem Generalunternehmer gebaut werden. Die viele hundert Seiten lange Ausschreibung hat die Stadt Anfang der vergangenen Woche auf ihrer Internetseite www.hilden.de angezeigt. "Einen Tag später hatten schon fünf interessierte Baufirmen die detaillierten Unterlagen angefordert", berichtet Kämmerer Klausgrete.
Wie die Halle aussehen soll, ist genau festgelegt: in dem vom Architekten Christof Allerkamp vorgelegten und vom Rat abgenickten Konzept. "An den Grundzügen wird sich nichts mehr ändern", erläutert Klausgrete. "Es sei denn, man kann irgendwo Geld sparen." Mehr als 5,1 Millionen Euro (inklusive Mehrwertsteuer) darf die Halle nicht kosten. Die Submission der eingegangenen Angebote ist am 12. Oktober. "Einziges Kriterium für den Zuschlag ist der Preis", erklärt Klausgrete. Und zwar der niedrigste. Damit dabei die Qualität nicht auf der Strecke bleibt, müssten die Bieter Referenzen nachweisen. Und "natürlich" würden die Angebote im Detail geprüft.
Submission am 12. Oktober
Nach der Submission kann der Auftrag zügig an den ausgewählten Bieter vergeben werden. Der muss sich ranhalten, damit der Bau fristgerecht fertiggestellt und bis zum 31. Dezember 2011 abgerechnet werden kann. Diesem Zeitplan entsprechend dürften dann im Winter 2011 die ersten Sportstunden in der neuen Dreifachturnhalle stattfinden.
Konjunkturpaket II
Gesamtvolumen für Hilden 4,38 Millionen Euro.
Verwendung
2,53 Millionen Euro Neubau Dreifachsporthalle Holterhöfchen/Grünstraße.
87 500 Euro: Energetische Sanierung/Dach/Mensa Evangelisches Schulzentrum.
80 545 Euro: Energetische Sanierung Kindergarten Kolpingstraße.
153 000 Euro Umgestaltung Bahhofsvorplatz.
402 930 Euro Energetische Sanierung GGS Kalstert 86.
122 500 Euro Energetische Sanierung Kita Clarenbachweg.
75 000 Euro Energetische Sanierung Kita Schulstraße (Ev. Gemeindehaus.
287 794 Euro Energetische Sanierung Essens- und Wärmstube.
178 556 Euro Heizungsanlage Theresienschule.
30 000 Euro Energetische Sanierung Kita Zur Verlach.
435 000 Euro Ankauf des Kolpinghauses.
Die Stadt Hilden selbst investiert über die Konjunkturmittel hinaus in alle genannten Maßnahmen insgesamt ebenfalls rund 4,8 Millionen Euro.
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