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Gruiten: Stets ein guter Hirte

VON FABIAN WACHSMUTH - zuletzt aktualisiert: 29.10.2006 - 23:00

Düsseldorf (RPO). Nach 24 Jahren verabschiedete die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Gruiten ihren Pastor Peter Gerhardt. Der beliebte Prediger und Seelsorger geht in den vorzeitigen Ruhestand.

Neben vielen guten Wünschen bekam Pfarrer Peter Gerhardt (Mitte) auch zahlreiche Geschenke von Gemeindemitgliedern. Carolin und Christoph Urban überreichten einen Präsentkorb.   Foto: RPO
Neben vielen guten Wünschen bekam Pfarrer Peter Gerhardt (Mitte) auch zahlreiche Geschenke von Gemeindemitgliedern. Carolin und Christoph Urban überreichten einen Präsentkorb. Foto: RPO

Eigentlich wollte Peter Gerhardt seinen Abschied in den vorzeitigen Ruhestand nur in kleinem Rahmen feiern. Jedoch war es vielen Mitgliedern der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Gruiten und weiteren Wegbegleitern Gerhardts ein Bedürfnis, sich von ihrem Pastor und Freund zu verabschieden und ihm für seine 24 Amtsjahre zu danken.

Die kleine Kirche konnte nicht alle Besucher aufnehmen, so dass viele von ihnen den Abschiedsgottesdienst nur auf der Großbildleinwand im benachbarten Predigthaus verfolgen konnten. Auch der Andrang beim anschließenden Sektempfang im evangelischen Kindergarten am Heinhauser Weg belegte eindrucksvoll die Popularität des scheidenden Pastors bei seinen Gemeindemitgliedern.

Info

Peter Gerhardt

Geboren 1946 in Dortmund, aufgewachsen in Solingen. Heute wohnt der Geistliche in Wülfrath.

Studium der Theologie in Wuppertal, Tübingen, Zürich und Bonn. Stationen Assistent an der Kirchenhochschule Duisburg, danach tätig Pastor in Wuppertal-Langerfeld.

Ab 1982 arbeitet Peter Gerhardt als Pastor der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Gruiten.

Zur „Kanzelschwalbe“ geworden

In seiner letzten Predigt als Hirte der Gruitener Gemeinde würdigte Peter Gerhardt die Bedeutung der Kirche als Ort der Sehnsucht nach Besinnung und der Nähe zu Gott. Dabei ließ er seinen Abschied vom Gruitener Gotteshaus anklingen: „Das Leben verändert sich – aber wir alle dürfen wiederkommen in dieses Haus.“

Augenzwinkernd gestand Gerhardt, mit den Jahren zur „Kanzelschwalbe“, also zum begeisterten Prediger und Kirchgänger, geworden zu sein: „Ja, ich brauche die Gottesdienste am Sonntag. Und mir tut es gut, wenn die Glocken läuten, die mir die Nähe des Gotteshauses und irgendwie auch Gottes selbst vermitteln.“

Gestärkt und getröstet

Presbyterin Christa Borth erinnerte sich schmunzelnd an Pastor Gerhardts resolutes Auftreten bei der gemeinsamen Arbeit. „Oft hatten Sie für die Sitzung des Presbyteriums bereits so gut vorgearbeitet, dass die Entscheidung ganz schnell fiel“, stellte sie unter dem Gelächter der Anwesenden fest und zog eine liebevolle Bilanz: „Es gab wohl kaum jemanden, der nicht gestärkt und getröstet aus ihren Gottesdiensten hinausging. Sie waren uns in aller Zeit ein guter Hirte“, betonte Christa Borth.

Mit seinen sehr persönlichen Schlussworten belegte Peter Gerhardt, dass diese Zuneigung auf Gegenseitigkeit beruht: „Ich möchte dieser Gemeinde, die ich lieb habe, herzlich danken.“

Quelle: RP

 
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