Haan: Steuerquellen sprudeln in der Gartenstadt
zuletzt aktualisiert: 10.09.2008Düsseldorf (RPO). Die Gewerbesteuer hat für die Finanzlage der Stadt Haan eine Schlüsselstellung. Mit einer um 14,2 Millionen höheren Einnahme als zu Jahresbeginn kalkuliert, verzeichnete die Kämmerei die bisher höchste Steuereinnahme in der Stadtgeschichte. 37 Millionen Euro wird die örtliche Wirtschaft in diesem Jahr ins Stadtsäckel zahlen. Etwa 40 Prozent davon verbleiben, nach Abzug der an Land und Kreis zu zahlenden Umlagen in Haan. Auch beim Anteil an der Einkommenssteuer verzeichnet die Kämmerei bessere Zahlen: Die Einnahme wächst um 171 000 auf knapp 14,3 Millionen Euro
Und hier helfen die zusätzlichen Steuer-Euros, den Zuwachs der Verschuldung zu bremsen, indem weniger Kredite als bisher veranschlagt, aufgenommen werden müssen. Knapp 3,4 Millionen Euro sind für diesen Aspekt eingeplant. Stadtkämmerin Dagmar Formella, die gestern den Nachtragsetat – den letzten seiner Art, bevor zum Jahreswechsel das neue Finanzmanagement mit seiner neuen Buchführung greift – vorlegte, betonte, die Mehreinnahmen deckten auch die Mehrausgaben ab, die seit Verabschiedung des Haushaltsplanes im Frühjahr eingetreten sind. Dazu zählt die PCB-Sanierung der Grundschule Bollenberg (zusätzlich 340 000 Euro), die Investition ins Gymnasium (80 000 Euro mehr für ein Brandschutzkonzept, die erste PCB-Sanierung und den Bau einer Mensa), die Sanierung der Stadtbücherei (plus 600 000 Euro). Bei der Sanierung der Sportanlage Hochdahler Straße sind 95 000 Euro Mehrkosten zu kalkulieren. Die neue Feuerwache wird wegen gewachsener Auflagen um rund 2,2 Millionen Euro teurer. Und schließlich wird schon ein Betrag von 180 000 Euro eingeplant, mit dem 2009 die Serverlandschaft in der städtischen EDV modernisiert wird.
Die Beigeordnete erklärte, das Steuerergebnis zeige, dass Haan an der positiven wirtschaftlichen Situation teilnehme. Es sei Verpflichtung, „in den Wirtschaftsstandort weiterhin zu investieren“. Die Entscheidung zum neuen Gewerbegebiet „Champagne hoch zwei“ sei der richtige Weg. Dazu zähle aber, dass Haan „mit einem attraktiven Angebot im Schul-, Kultur-, Sport- und Kinder-/Jugendbereich weiter entwickelt wird“.
Der Nachtrags-Haushalt wird jetzt in den Fraktionen beraten und soll in der Ratssitzung am 11. November verabschiedet werden.
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