Hilden: Strandcafé mit Bootsanleger
VON WOLFGANG BERNEY - zuletzt aktualisiert: 23.10.2007 - 09:26Düsseldorf (RPO). Der Zweckverband Unterbacher See hat mit den Millionen, die der Stadtrat jetzt genehmigt hat, viel vor: Vor allem der Südstrand soll bald auch bei Regenwetter attraktiver sein. Die Besucherbilanz am See fiel für 2007 negativ aus.
Düsseldorf/Hilden Die Träger des Zweckverbandes, neben Düsseldorf auch Hilden und Erkrath, waren sich einig: Der Unterbacher See und seine Umgebung werden in den nächsten Jahren zu einem attraktiven Urlaubsparadies ausgebaut. Klaus Schräpfer, Geschäftsführer des Verbandes: „So können wir unabhängig werden vom jeweiligen Wetter.“
Die Weichen dafür hatte der Düsseldorfer Stadtrat schon am Donnerstag gestellt. Der Kämmerer wurde ermächtigt, außerplanmäßig fünf Millionen Euro für das Ausbaubauprojekt bereitzustellen (die RP berichtete). Erkrath und Hilden sollen sich an den Maßnahmen angemessen beteiligen. Drei Millionen sind allein für das Strandbad Süd vorgesehen. Hier gibt es bisher noch erhebliche Defizite. Mit der Folge, dass Besucher nur bei gutem Wetter kommen.
Geplant ist ein neues Strandcafé, das über einen Bootsanleger mit einer schwimmenden Terrasse verbunden wird. Das alte Sanitärgebäude wird abgerissen und durch ein neues ersetzt. Die frei werdende Fläche kann für Spiel und Sport genutzt werden. Auf der Liste der Maßnahmen steht ferner die Sanierung der Wege, die derzeit noch versiegelt sind. Wenn es nach den Plänen des Zweckverbandes geht, wird auf dem Gelände neben einem Surfzentrum auch ein Amphitheater mit 35 Metern Durchmesser gebaut.
Am Nordstrand könnte ein interessanter Themenspielpatz entstehen, der die Grundelemente des Sees, Wind, Wasser und Erde, widerspiegelt. Auch eine Saunalandschaft, eine Minigolfplatz und Hüttendörfer für Übernachtungen stehen auf der Liste. Kanalisation und Elektroanlagen sollen erneuert, die Promenade erweitert und ein Fahrgastboot angeschafft werden, das regelmäßig zwischen beiden Ufern pendelt.
Rund zwei Millionen sind für diese Maßnahmen vorgesehen. Doch FDP-Ratsfrau Monika Lehmhaus setzte in einem interfraktionellen Beschluss einen Sperrvermerk durch. „Dieser Betrag muss nicht zwingend ausgegeben werden. Darüber sollte von Fall zu Fall der Rat entscheiden.“ Lehmhaus hält etwa das Amphitheater, dass 50000 Euro kostet, für überflüssig. Und Minigolf sowie Saunalandschaft seien nicht unbedingt städtische Aufgaben. Die könnte man auch einem privaten Betreiber übertragen.
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