Kreis Mettmann: Super-Labor für junge Forscher
VON FABIAN WACHSMUTH - zuletzt aktualisiert: 05.09.2008Düsseldorf (RPO). Das NEAnderLab im Hildener Berufskolleg soll Schülern die Natur und Ingenieurswissenschaften schmackhaft machen. Zur Gründungsveranstaltung gestern kam auch NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart.
Anlässlich der Gründung des NEAnderLabs, eines neuen Schülerlabors im Hildener Berufskolleg, herrschte so viel Vorfreude, dass auch der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister von einem Ohr zum anderen strahlte. „Ich bin überwältigt, was Sie in dieser kurzen Zeit auf den Weg gebracht haben und mit welcher Freude Sie daran arbeiten“, lobte Andreas Pinkwart (FDP) gestern die Initiatoren und Sponsoren des Projekts.
Erst im Januar dieses Jahres hatte die Bürgerinitiative „erkrath initial“ der Mettmanner Kreisverwaltung die Idee zur Einrichtung des Schülerlabors vorgelegt. In einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung von Initiatoren, Politik, Schulen und zahlreichen Sponsoren aus Wirtschaft und Kultur gelang es, die neue Bildungs- und Forschungseinrichtung so weit voranzutreiben, dass sie schon am 6. Dezember eingeweiht und im Januar 2009 erstmals von Schülern benutzt werden soll.
NEAnderLab
Folgende Schulen aus dem Südkreis Mettmann werden das NEAnderLab nutzen: Berufskolleg Hilden des Kreises Mettmann, Bettine-von-Arnim-Gesamtschule Langenfeld, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Hilden, Gymnasium am Neandertal Erkrath, Gymnasium Hochdahl, Konrad-Heresbach-Gymnasium Mettmann, Städtisches Gymnasium Haan und Städtisches Helmholtz-Gymnasium Hilden. Die Initiatoren sind auch für die Teilnahme weiterer Schulen des Kreises offen.
Nachwuchs fürs Studium
Ziel des Projekts ist es, zunächst Schülern der Jahrgangsstufen sieben bis neun – später auch der Oberstufe – die Natur- und Ingenieurwissenschaften schmackhaft zu machen und eventuell Nachwuchs für entsprechende Studiengänge und Berufe zu gewinnen. Das ist bitter nötig: Bundesweit fehlen allein 95.000 Ingenieure, wie der Vorsitzende von „erkrath initial“, Georg Heinen, erläuterte.
Konkret wird das NEAnderLab den Jugendlichen sowie ihren Lehrern Platz und Material für Experimente und Forschungsvorhaben bieten, für die in den Schulen die Ressourcen fehlen. Neben dem Hildener Berufskolleg beteiligen sich sechs Gymnasien und eine Gesamtschule im Mettmanner Südkreis an dem Projekt. Das aus zwei gut ausgestatten Laboren bestehende und rund 280 000 Euro teure NEAnderLab wird zum Großteil von der Mettmanner Kreisverwaltung und den Sponsoren finanziert, darunter neben zahlreichen lokalen Unternehmen auch das Mettmanner Neanderthal-Museum und die Düsseldorfer Agentur für Arbeit.
Einen Zuschuss von 10.000 Euro gewährt das NRW-Wissenschaftsministerium im Rahmen der landesweiten Initiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI). Alexander Höhn (15) freut sich schon darauf, ab kommendem Jahr das NEAnderLab zu erkunden. Er nimmt an der Technik-Arbeitsgemeinschaft des Haaner Gymnasiums teil und schraubt mit seinen Kurskameraden begeistert unter anderem Roboter und Sortiermaschinen zusammen. „Unsere Lehrer haben schon angekündigt, dass wir mal eine Tagesexkursion ins NEAnderLab machen werden“, weiß Alexander.
„Die Exkursionen werden eine Stütze für unseren naturwissenschaftlichen Unterricht sein“, ergänzt die Direktorin des Haaner Gymnasiums, Friederike von Wiser. Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart schwärmte: „In dieser Region möchte man gerne Schüler sein.“
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