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Haan: Theologisch gut versorgt

VON DIETER CLARIUS - zuletzt aktualisiert: 21.01.2008

Düsseldorf (RPO). Anlässlich der Visitation des Synodalassessors Pfarrer Michael Diezun sprachen die Mitglieder der evangelischen Kirche Haan über ihr Gemeindeleben. Die Pfarrer wurden gelobt, weil sie immer ansprechbar seien.

Pfarrer Michael Diezun war zusammen mit seinem „Scriba“ (Schreiber) Jürgen Artmann in die Gemeindeversammlung gekommen. Hier wurden vielerlei Themen besprochen: von Kindergottesdienst bis Krankenseelsorge.   Foto: RPO
Pfarrer Michael Diezun war zusammen mit seinem „Scriba“ (Schreiber) Jürgen Artmann in die Gemeindeversammlung gekommen. Hier wurden vielerlei Themen besprochen: von Kindergottesdienst bis Krankenseelsorge. Foto: RPO

Nur noch Stehplätze gab es im Café des Gemeindehauses der evangelischen Kirchengemeinde, als sich die Gemeindeglieder trafen, um aus Anlass der Visitation durch den Synodalassessor Pfarrer Michael Diezun vom Kirchenkreis Mettmann über Themen aus der Gemeinde zu sprechen. Diezun: „Die Visitation dient dazu, dass wir die Gemeinde kennen lernen, sie dient aber auch dazu, der Gemeinde die Sicht von Außen zu vermitteln.“

Andachten gut angenommen

Superintendent Pfarrer Frank Weber ist Mitglied im Haaner Presbyterium. Deswegen durfte er seine eigene Gemeinde nicht „kontrollieren“. Aus dem Kreis der Gemeindeglieder wurden viele Themen angesprochen. So zum Beispiel, dass die Mittwochsandachten von der Gemeinde sehr gut angenommen worden sind. Pfarrer Diezun betonte: „Diese Andachten sind ein Schmuck, den wir hinaus in den Kirchenkreis tragen sollten.“ Eine Besucherin fügte hinzu, dass ihr die meditative Musik bei der zehnminütigen Andacht sehr gut gefalle. „Darüber freue ich mich.“

Info

Visitation

Die „Visitation“ ist der offizielle Besuch des Kreissynodalvorstandes. Historisch war die Visitation das wichtigste und effektivste Werkzeug zur Durchführung der Reformation im 16. Jahrhundert. Nur so konnte jeder einzelne Ortspfarrer überprüft werden, ob er der neuen (evangelischen) Lehre entsprach. Heute ist die Visitation nicht mehr als Kontrolle zu verstehen, sondern dient dazu, die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes über das Leben in der Gemeinde zu unterrichten.

Überheizte Orgel?

Eine besorgte Anfrage aus der Gemeinde richtete sich an Kantor Gerhard Trebuth: „Wird die Orgel nicht tot geheizt?“ Trebuth: „Da halte ich schon ein Auge drauf. Es stimmt, dass das zum Problem werden kann, wenn man die Kirche beheizt wie ein Wohnzimmer. Das ist natürlich für das Instrument schlecht.“ Er fügte hinzu, dass die automatische Heizungssteuerung eine zu große Wärme verhindere.

Auch der Kindergottesdienst war ein Thema der Gemeindeversammlung. Jeweils am zweiten und vierten Sonntag im Monat findet parallel zum Erwachsenengottesdienst in der Kirche der Kindergottesdienst statt und zwar im „Haus an der Kirche“. Dort erfahren und erleben sie auf kindgerechte Weise einen Bibeltext.

Die Gemeinde sei theologisch sehr gut versorgt. So steht Pfarrerin Gabriele Gummel, Pfarrer Frank Weber, Pfarrer Christian Dörr, Pfarrerin im Sonderdienst, Antje Hedke, und Pfarrer Hans-Peter Gitzler der Gemeinde zur Verfügung. Auf die Frage, ob im Krankenhaus noch evangelische Kirche stattfände, hieß es, dort sei es Pfarrerin Antje Hedke, die sich, falls erwünscht, um die Patienten kümmere. Sie ist auch für die Krankenseelsorge im Hildener Krankenhaus zuständig. Hedke: „Ich bin zwei Tage im Haus, gehe über die Stationen und besuche die Kranken.“ Auch die Verfügbarkeit der Geistlichen wurde thematisiert. So hieß es aus dem Kreis der Besucher: „Es ist nicht wichtig, ob ein Pfarrer dreimal oder fünfmal predigt. Wichtig sei, dass er immer ansprechbar sei. Und darauf kann man sich verlassen.“

Quelle: RP

 
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