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Hilden: Treffpunkt Jaubank

VON BARBARA JAKOBY - zuletzt aktualisiert: 11.09.2008

Düsseldorf (RPO). Mit der Aufstellung der Bank um die Friedenseiche ist die Umgestaltung des alten Marktes in Hilden abgeschlossen. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens sind zufrieden – die Bürger begeistert.

Bilderbuchwetter lockte gestern viele Passanten auf die neue Jaubank. Dr. Heimo Haupt (rechts) vom Bürgerbegehren „Hände weg vom alten Markt“ zeigte sich im Gespräch mit RP-Lokalchefin Barbara Jakoby zufrieden über die Umgestaltung des Platzes.  Foto: RPO
Bilderbuchwetter lockte gestern viele Passanten auf die neue Jaubank. Dr. Heimo Haupt (rechts) vom Bürgerbegehren „Hände weg vom alten Markt“ zeigte sich im Gespräch mit RP-Lokalchefin Barbara Jakoby zufrieden über die Umgestaltung des Platzes. Foto: RPO

Er sei „der letzte gebürtige Hildener“ sagt Josef Monreal lachend – und als solcher kennt er den alten Markt aus früheren Zeiten. Mit Ehefrau Hildegard kam er bei seiner Einkaufstour gestern Morgen „zufällig“ an der Jaubank vorbei. Und beide nahmen sofort Platz. „Das finden wir gut. Eine tolle Idee“, schwärmt das Paar. Und dass man den Charakter des Marktes mit den kleinen Pflastersteinen erhalten hat, finden beide gut: „Das ist anheimelnder so als mit modernen Platten.“ Kaum war sie aufgestellt, nahmen die Hildener die Jaubank in Besitz. Trpe Spasovski (62) schöpfte hier Kraft, bevor er zur Schicht in einem Düsseldorfer Papierwerk aufbrach. „Super“, sei das neue Sitzmöbel, sagte er, und „bequem auch für dickere Menschen wie ich“. Erich und Edith Fischer waren wie so oft von Düsseldorf zum Bummeln nach Hilden gekommen: „Weil es hier gemütlicher ist“. Auf der Bank in der Sonne sitzend, schmiedeten sie Pläne fürs Mittagessen. Für Max Hahn ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Ich warte seit 40 Jahren auf so eine Bank. In Haan gibt es sie schon lange.“ Eitel Sonnenschein herrschte auch bei Dr. Heimo Haupt und Heidi Weiner, den Initiatoren des Bürgebegehrens „Hände weg vom alten Markt“. „Der Platz ist im Prinzip so geworden wie gewünscht“, sagte Haupt. Das Pflaster sei erhalten geblieben, ebenso die Bäume, die Trennung zur Kirche und die Stufe zur Mittelstraße. Und auch zu der Forderung, das alte Pflaster nur auszubessern und nicht durch moderne Platten zu ersetzen, steht er nach wie vor. Inklusive der Aussicht, dass vermutlich marode Steine regelmäßig ausgebessert werden müssen. „In Bielefeld, wo die ursprünglich für Hilden vorgesehenen Platten verlegt worden sind, repariert man schon“, sagte Haupt und belegte es mit Fotos, die er sich hat zuschicken lassen.

Dass der Rat auf Nachbesserungs- und Ergänzungswünsche der Bürgerinitiative eingegangen ist, freut ihn: „Besonders die FDP hat sich sehr dafür eingesetzt.“ So werden die beiden unansehnlichen Beleuchtungsmasten, die die Reformationskirche ins rechte Licht setzen, durch Bodenstrahler ersetzt, die Laternen neu gestrichen und wo nötig mit neuen Gläsern versehen. Die vermoosten Stellen auf dem Platz sollen abgeflämmt werden. An der Schulstraße werden Poller Autos die Zufahrt zur Mittelstraße verhindern. Was Haupt ein wenig bedauert: „Die Stadt hätte ein kleines Fest zur Festigstellung des Platzes machen sollen.“

„Hoffentlich bleibt die Bank sauber“, wünschte sich Christa Ross (72) gestern. Dass ein paar Vögel dicke rote Flecken auf einigen Stellen hinterlassen hatten, störte gestern niemanden. Man setzte sich halt um – so lange Platz war.

Quelle: RP

 
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