Hilden: Unternehmertag: Wirtschaft geht es gut
zuletzt aktualisiert: 02.09.2010Düsseldorf (RPO). Wer wissen will, wie es um die Hildener Wirtschaft steht, braucht sich bloß beim Hildener Unternehmertag umzuhören. 250 Selbstständige kamen gestern im Kunstraum des Gewerbeparks Süd zusammen. Gastgeber Hans-Jürgen Braun berichtete, dass es anders als im vergangenen Jahr keine Leerstände mehr im Gewerbepark gebe.
"Auf einem guten Weg"
"Der Aufschwung ist überall da", stellte Jörg Buschmann, Vorstand der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert, fest. Speditionen hätten unter der Wirtschaftskrise gelitten. Der Einzelhandel habe sich gut gehalten. Und der Großhandel habe sich auf dem Niveau von 2006 gefangen. Im ersten Halbjahr 2010 habe die Sparkasse genau so viele Leasingfinanzierungen abgeschlossen wie im ganzen Jahr 209: "Wir sind auf einem guten Weg."
Malermeister Armin Doege, Erfinder der Handwerker-Kooperation "Alles wird schön", erzählte von "unvorstellbaren Zuwächsen" in 2009 und 2010. Statt das Geld für niedrige Zinsen auf die Bank zu legen, hätten die Kunden lieber ihre Wohnungen und Häuser verschönern lassen. Im vergangenen Jahr habe er vier Mitarbeiter eingestellt, vier weitere in diesem Jahr. Das Familienunternehmen in dritter Generation beschäftigt 40 Mitarbeiter.
Auch der Bäckerei Schüren geht es offenbar gut. Das Familienunternehmer in vierter Generation beschäftigt 170 Mitarbeiter und eröffnete im Juni seine 15. Filiale inMettmann. "Wir haben uns gefreut und gewundert, dass die Krise nicht bei uns stattfindet", sagte Inhaber Roland M. Schüren verschmitzt.
Daniel Denecke hat mit seiner Frau in fünf Jahren in Hilden nach seinen Angaben eine der zehntgrößten Zahnarztpraxen Deutschlands aufgebaut. Zehn Zahnärzte arbeiten bei denecke Zahnmedizin im Schichtbetrieb. Teure Technik werde so wirtschaftlicher genutzt, die Kunden freuten sich über längere Öffnungszeiten. Denecke will nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag investieren, um aus seinem Unternehmen die "größte Zahnarztpraxis Europas" zu machen. Gastredner Friedrich Görtz, Geschäftsführender Gesellschafter des gleichnamigen Schuhfilialisten mit mehr als 300 Filialen und über 3500 Mitarbeitern, machte sich für Familienunternehmen stark. Sie seien das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und Motor ihrer Innovationskraft. Die 5000 Mitgliedsunternehmen des Familienunternehmerverbandes ASU beschäftigten 200 000 Mitarbeiter in Deutschland, erzielten einen Umsatz von 300 Milliarden Euro und stellten 57 Prozent der versicherungspflichtigen Arbeits- und 80 Prozent der Ausbildungsplätze.
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