Hilden: Viel Erfolg bei Jugend forscht
VON PATRICK JANSEN - zuletzt aktualisiert: 23.10.2008Düsseldorf (RPO). Welche Schule ist die beste für mein Kind, fragen sich viele Eltern. Die RP gibt Entscheidungshilfe und stellt die weiterführenden Schulen vor. Heute: das städtische Helmholtz-Gymnasium.
So wie der Namenspate im 19. Jahrhundert legt auch das städtische Helmholtz-Gymnasium (HGH) großen Wert auf die Lehre der Naturwissenschaften. Hermann von Helmholtz (1821 bis 1894) unterrichtete zu Lebzeiten an verschiedenen Universitäten Physiologie, Anatomie, Pathologie und Physik. Seine geistigen Erben belegen heute für das HGH stets vordere Plätze bei den Jugend forscht-Wettbewerben in den Fächern Chemie, Physik, Technik oder Biologie. Außerdem kooperiert die Schule im naturwissenschaftlichen Sektor mit der Firma 3M. Interessierte Schüler können dort unter anderem die Elektronenmikroskope nutzen. Um eine gute Ausbildung zu ermöglichen, hat die Stadt Hilden bereits alle Klassenräume mit einem Internetanschluss ausgestattet, teilweise auch mit Beamer und Leinwand. Die Lehrkräfte in den Naturwissenschaften und Informatik arbeiten schon mit elektronischen Tafeln.
Helmholtz-Gymnasium
Schüler 1030
Lehrer 71 (davon fünf Referendare).
Einzugsgebiet Hilden, Haan, Solingen.
Träger Stadt Hilden
Besonderheiten Kooperationen mit dem Gymnasium Haan, 3M, Gewerbepark Süd und Proactiv.
Tag der offenen Tür Samstag, 31. Januar 2009.
Spanisch im Angebot
Ein Nachteil für die anderen Fächer ist dies aber nicht. „Wir haben den Ruf, eine recht anspruchsvolle Schule zu sein. Wir wollen eine gute Allgemeinbildung in allen Fächern garantieren“, betont Schulleiter Karl-Heinz Rädisch. Dies schließt auch die Sprachfähigkeiten ein. Die Schüler lernen ab der fünften Klasse Englisch. Bereits ein Jahr später kommen Latein oder Französisch dazu, in der achten und elften Klasse stehen Französisch und Spanisch zur Wahl. „Durch zwei neue Kolleginnen können wir nun endlich auch Spanisch in unserem Hause anbieten“, freut sich Schulleiter Rädisch. Regelmäßig besuchen Hildener Schüler ihre Partnerschulen in Lüttich (Belgien), Warrington (England) oder Warschau (Polen), um die erlernten Fremdsprachen auch einmal einzusetzen. Künstlerisch begabte Kinder und Jugendliche können im Gewerbepark Süd ihre Kunstwerke ausstellen. Da die derzeitigen Klassen 5 bis 8 schon nach zwölf Jahren das Abitur erhalten, gibt es zweimal in der Woche Nachmittagsunterricht. Zudem gibt es eine Förderung für besonders begabte Kinder, die ab der sechsten Klasse bereits Latein UND Französisch lernen und ab der achten Klasse Spanisch. In der Mathematik erhalten diese Schüler zusätzliche Stunden über den Lehrplan hinaus. „Wir haben eine stärkere Nachfrage als erwartet. Etwa zehn Schüler pro Jahrgang nehmen an diesem Programm teil“, erklärt Karl-Heinz Rädisch.
Um eine möglichst große Vielfalt an Leistungskursen in der Oberstufe zu garantieren, kooperiert das HGH mit dem Haaner Gymnasium. Einige der zweiten Leistungskurse finden für die Abiturienten nur in Haan oder in Hilden statt. Ein Taxi-Service transportiert die Schüler. Zusätzlich zum Unterricht kommen unter dem Titel „Alternative Lernmöglichkeiten Hilden“ (Almöhi) regelmäßig Fachleute an die Schule und bieten Workshops oder Fachvorträge in Gebieten wie Wirtschaft, Recht, Sprachen, Geschichte, Biochemie und ähnlichem an.
Neue Mensa
An die Aula, die bis Dezember runderneuert wird, schließt für den Ganztagesbetrieb bis spätestens nächstes Jahr eine Mensa an, in der bis zu 120 Schüler Platz finden. Noch bietet ein Kiosk des Fördervereins in der Pausenhalle kaltes und warmes Essen für die Schüler an. In den Schulferien des kommenden Jahres bekommt das HGH außerdem eine komplett neue Fassade. „Die Restarbeiten sollten dann ohne Einschränkungen für den Schulbetrieb ablaufen“, erklärt Karl-Heinz Rädisch.
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