Hilden: Vorbeugen ist besser als verhaften Mädchen holen auf
VON PETRA CZYPEREK - zuletzt aktualisiert: 04.06.2008Düsseldorf (RPO). Jugendamt und Gerichtshilfe arbeiten eng mit der Polizei und den Schulen zusammen, wenn es darum geht, junge Straftäter frühzeitig aufzufangen. Prävention wie im Area 51 zeigt, dass Vorbeugen besser ist als Verhaften. Die Stadt Hilden ist auf dem richtigen Weg, für anfälliges Publikum Angebote in Jugendzentren anzubieten, kriminelle Karrieristen frühzeitig zu beobachten und sich um Mehrfachtäter intensiv zu kümmern.
Doch Prävention kostet die Kommune Geld, das die Politik auch zukünftig bewilligt. Beispielsweise für soziale Trainingskurse, die für Mehrfachtäter gedacht sind. Damit spart man auf lange Sicht gesehen viel Bares. Landesmittel, sprich Steuern, die zunächst der Jugendarrest und später der Knast kosten würden. Hut ab und weiter so.
hilden (pc) Mädchen werden brutaler und gewaltbereiter. Der bundesdeutsche Trend sei seit drei bis vier Jahren auch in Hilden zu spüren, sagt Jutta Panke, Leiterin des Amtes für Jugend, Schule und Sport im Rathaus. Die Gesamtzahl habe sich kaum verändert, rund ein Drittel der jungen Straftäter sind weiblich, doch die Qualität ändere sich zunehmend.
Gerade bei Gewaltdelikten wie Körperverletzung legten Mädchen zu. Vielleicht eine falsch verstandene Emanzipation, so vermutet Panke. Die Mädchen wollten mit den Jungen mithalten, schlossen sich in Gangs zusammen, um Gleichaltrige zu überfallen und zu verprügeln. „Sie treten dabei immer in der Gruppe auf“, sagt die Amtsleiterin. „Nie alleine.“
Auffällig sei dabei auch, dass es sich um Mädchen handelt, die in der Schule und zu Hause keine Anerkennung bekommen.
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