Haan: Waldmäuse suchen neues Haus
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 19.12.2007Düsseldorf (RPO). Die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt will das Naturfreundehaus an der Erkrather Straße aufgeben. Nicole Wienand, die dort eine Spielgruppe betreibt, will an anderem Ort ihr Angebot erweitern.
Die Kürzung der Naturschutzgelder wirkt sich jetzt auch auf eine Spielgruppe aus. Denn weil die Mittel aus Düsseldorf gekappt wurden, sieht sich die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (AGNU Haan) aus finanziellen Gründen gezwungen, das seit Jahrzehnten von der Stadt angemietete Naturfreundehaus an der Erkrather Straße aufzugeben.
In Vertrag eingestiegen
Das hat Folgen für die Spielgruppe „Waldmäuse“. Nicole Wienand, Gründerin und Leiterin zugleich, wird zum Sommer 2008 ihr Projekt im Unterhaaner Wald abschließen. Die 37-Jährige hofft, bis dahin ein Haus mit rund 120 Quadratmeter Fläche, Küche und Bad gefunden zu haben, das eine Wiese hat oder in der Nähe des Waldes liegt.
Waldmäuse
Gegründet 2004.
Treffpunkt Naturfreundehaus im Wald an der Erkrather Straße.
Spielgruppen Montag und Mittwoch beziehungsweise Dienstag und Donnerstag.
Kontakt Nicole Wienand, Tel. 0202 2791602 oder mobil 0173 5 38 72 76.
Vor vier Jahren gründete die Erzieherin aus Wuppertal-Vohwinkel die „Waldmäuse“ und stieg an der Erkrather Straße in das Mietverhältnis der Gruppe „Lulatsch“ ein. Viermal in der Woche werden jeweils zehn Kinder am Vormittag in den vom Landesjugendamt genehmigten Räumen betreut, können spielen, beim Laufen im Wald ihre Motorik entwickeln.
Die Mädchen und Jungen hören Bilderbuchgeschichten und singen erste Lieder. Jeweils ein Elternteil unterstützt Nicola Wienand bei der Betreuung. Oft kommt auch ihre Mutter – von allen liebevoll „Oma Eva“ genannt – mit.
Im vorigen Frühjahr schon teilte die AGNU der „Untermieterin“ den Entschluss mit, das alte Naturfreundehaus nicht weiter nutzen zu wollen. Das Angebot der Stadt Haan, in den Vertrag einzusteigen, musste sie ausschlagen, weil sie notfalls Reparaturen hätte zahlen müssen, was das Budget der Leiterin überstiegen hätte. „Jetzt suche ich eine neue Bleibe“, sagte Nicola Wienand, „gern ein bisschen ländlich“. Am liebsten hätte sie auch die Möglichkeit, ein paar Tiere unterzubringen, um den Kindern die Tuchfühlung zur Natur bieten zu können.
Kleinkind-Betreuung anbieten
Wenn im Sommer die Kinder in den Kindergarten wechseln, möchte Nicole Wienand den Umzug auch nutzen, um ihr Angebot zu erweitern.
In Rücksprache mit dem Jugendamt würde sie noch einen Schritt weitergehen und eine Kleinkind-Betreuung gründen, um jungen Eltern den frühzeitigen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu ermöglichen. Beides – die neue Betreuung für acht Kinder zwischen ein und drei Jahren sowie die Spielgruppe – sollen unter einem Dach stattfinden, so Wienand.
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