Hilden: Wieder eine bittere Lektion
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 20.07.2007Düsseldorf (RPO). Seit Wochen wächst der Widerstand gegen die Kohlenmonoxid-Pipeline. Zu einem Zeitpunkt, da eigentlich schon alle Entscheidungen auf höherer Ebene getroffen waren, erkannten die Bürger, dass an ihnen vorbei Planungen vorangetrieben worden sind. Und die von der Trasse berührten Kommunen mussten eingestehen, die denkbaren Risiken einer Leitung für hochgiftiges Gas sehr unterschätzt zu haben. Nicht zuletzt durch den Druck der Bürger haben sich die Verwaltungen und Politiker positioniert und versuchen inzwischen, auf rechtlicher Ebene den Pipelinebau zu verhindern. Die Städte haben gegen die Besitzeinweisungsbeschlüsse Widerspruch erhoben und bis zu einer Entscheidung durch die Verwaltungsgerichte um aufschiebende Wirkung gebeten. Die gestrige Aktion aber brachte eine weitere bittere Lektion: So lange Gerichte nichts Gegenteiliges entschieden haben, gilt die vermeintliche Rechtsgrundlage. In dieser Zeit kann Bayer Fakten schaffen. Zumindest im Kreisgebiet schafft sich der Konzern mit seinem Vorgehen keine Freunde.
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