kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Hilden: Zivi am anderen Ende der Welt

VON SEBASTIAN BRINKMANN - zuletzt aktualisiert: 27.07.2007

Düsseldorf (RPO). Markus Gnirck fliegt heute Abend nach Südafrika. Dort wird er mit rund 30 anderen Jugendlichen ein Jahr lang Häuser für Obdachlose und Aids-Opfer aufbauen. Da seine Arbeit nicht bezahlt wird, hat er Sponsoren gesucht.

Die letzten Sachen müssen noch in den Koffer, dann kann Markus Gnirck seinen Zivildienst beginnen.   Foto: RPO
Die letzten Sachen müssen noch in den Koffer, dann kann Markus Gnirck seinen Zivildienst beginnen. Foto: RPO

Markus Gnirck hätte es viel einfacher haben können: Er hätte seinen Zivildienst in einem Altenheim in Deutschland absolvieren können. Doch der 19-Jährige entschied sich für die harte Tour. Heute Abend fliegt er für ein Jahr nach Südafrika und wird dort mithelfen, für Waisenkinder – deren Eltern an Aids gestorben sind – ein neues Zuhause zu schaffen.

Eine Unterkunft ohne Heizung

„Eine weiße Südafrikanerin hat das Dorf in der Nähe von Durban 2001 errichtet. Meine Aufgabe wird es sein, unter Anleitung von schwarzen Vorarbeitern einfache Häuser zu bauen“, erklärt der ehemalige Schüler des Bonhoeffer-Gymnasiums. Keine leichte Aufgabe, zumal die 30 freiwilligen Helfer aus Deutschland und anderen Teilen der Welt auf den Baustellen leben werden. „Wir kriegen eine kostenfreie Unterkunft, aber ohne Heizung. Deshalb habe ich mir jetzt auch eine komplette Outdoor-Ausrüstung gekauft. Auf der Südhalbkugel ist ja aktuell Winter und kürzlich hat es in Johannisburg sogar geschneit“, sagt der 19-Jährige.

Info

Was noch wichtig ist

Online will Markus Gnirck über seine Arbeit und seine Erlebnisse in Südafrika berichten. So sollen auch seine Sponsoren erfahren, wie ihr Geld investiert wird. Neben Berichten will er dort auch Fotos veröffentlichen.

Wer seine Arbeit in Südafrika unterstützen möchte oder selbst seinen Zivildienst oder das Freiwillige Soziale Jahr im Ausland verbringen möchte, kann sich bei Gnirck Tipps holen.

www.markus-in-afrika.de

Seine Freundin und seine Mutter unterstützen sein Projekt voll. „Der Abschied fällt mir nicht leicht, aber ich freue mich für ihn“, sagt Mutter Utta Zech-Gnirck. Ihr Blick verrät, dass heute Abend Tränen fließen werden, wenn das Flugzeug um 20.45 Uhr in Frankfurt abhebt. „Wir nehmen Taschentücher mit“, beruhigt ihr Sohn.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Zivildienstleistende im fernen Afrika selbst verpflegen muss. Anders als normale Zivildienstleistende bekommt er kein Geld vom deutschen Staat. Deshalb hat er fleißig Sponsoren gesucht. „Das Leben in den Dörfern ist zwar sehr billig, aber ich musste schon rund 6000 Euro zurücklegen“, berichtet der Hildener. Über eine eigens eingerichtete Internet-Seite will er Freunden und Sponsoren von seiner Arbeit berichten.

Alle 14 Tage hat er drei Tage frei, und will diese Zeit nutzen, um die Sehenswürdigkeit von Südafrika zu besuchen. Ein Ausflug in den Kruger Nationalpark – dem größten Wildschutzgebiet des Landes – ist fest geplant.

Traum: Ein Job bei der Weltbank

Seine besten Kumpels und seine Freundin werden ihn in Südafrika besuchen. Er selbst will das ganze Jahr über dort verbringen und nicht zwischendurch nach Hilden kommen. „Ich freue mich darauf, die Menschen und das Land näher kennen zu lernen. Und da die Entwicklungsarbeit mich auch für später sehr interessiert, ist dieses Jahr natürlich eine gute Referenz“, sagt der junge Mann.

Nach seiner Rückkehr will der 19-Jährige studieren. „Wahrscheinlich etwas mit Wirtschaft. Mein Wunsch wäre ein Job bei der Weltbank oder der Welthandelsorganisation WHO.“ KOMMENTAR

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Grüne in Angst um Eltenberg

Emmerich

Grüne in Angst um Eltenberg

Die Grünen sehen die neuen Betuwe-Pläne für Elten, speziell die Verlegung der B 8 an den Eltenberg, mit Sorge. Sie fürchten einen "bedeutend ... mehr 

Eltern wollen Sekundarschule

Hilden

Eltern wollen Sekundarschule

Das Schulamt hat 871 Mütter und Väter in Hilden befragt. Fast 87 Prozent haben geantwortet. ... mehr 

Nachrichten aus Düsseldorf
Aus der Region

Opern-Ehe zwischen Düsseldorf und Duisburg

Demonstration für die Opern-Ehe

Fortuna Düsseldorf

"Ab jetzt ist Freude befohlen"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Aus der Nachbarschaft

Tippspiel

Wir suchen den EM-Experten

Deutschland Niederlande Jubel Özil Klose Müller 2011 dpa

Wer übersteht die Vorrunde? Wer schafft es bis ins Finale? Das EM-Tippspiel von RP Online gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihr fußballerisches Know-How unter Beweis zu stellen. Die besten Tipper erwarten tolle Preise. Jetzt anmelden und mitmachen! mehr 

Meistgelesen

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Während die Politik öffentlich noch über den Verbleib Griechenlands im Euro streitet, wird eine Neuauflage der alten griechischen Nationalwährung offenbar schon gedruckt. Von Thomas Reisener  mehr

 

Fortuna Düsseldorf

"Ab jetzt ist Freude befohlen"

 

Stürmer für Borussia Mönchengladbach

De Jong hat noch keinen Favoriten

 

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

 
Meistkommentiert

Neuer Gesetzesvorschlag

Kassen sollen für Patienten Klinik auswählen

Die Krankenkassen sollen bei der Auswahl der Kliniken für ihre Versicherten künftig mehr Einfluss erhalten. Dies geht aus einem Gesetzesvorschlag des Gesundheitsministeriums hervor, der unserer Redaktion vorliegt. von Eva Quadbeck  mehr

 
 

Klage gegen Bundesregierung

EU will Deutschland zum Wassersparen zwingen

 

Nach Undercover-Recherche

GLS weist Wallraff-Vorwürfe zurück

 
mehr nachrichten aus Hilden und Haan
Blick ins Lernbüro der Fabry-Realschule, die umgewandelt werden soll. Links Schulleiterin Sabine Klein-Mach.

Hilden

Eltern wollen Sekundarschule

Das Schulamt hat 871 Mütter und Väter in Hilden befragt. Fast 87 Prozent haben geantwortet. 396 sprachen sich für die "kleine Gesamtschule" aus. Für die Einführung zum Schuljahr 2013/14 müssen mindestens 75 Eltern votieren. VON Christoph Schmidt  mehr

 
 
 
 
 

Serie "Im Rampenlicht" (14)

Heimspiel in Hilden

 

Serie "Im Rampenlicht" (10)

In Haan die Liebe zum Film entdeckt

Familienanzeigen
Regio-Extra