Tennis: Altmeister noch immer eine Augenweide
VON PATRICK JANSEN - zuletzt aktualisiert: 30.07.2007Abseits der German Masters im Beach Soccer lockten zwei Tennis-Schaukämpfe auf der Bungert-Ranch die Zuschauer an. Höhepunkt war das Duell zwischen Karsten Braasch und Carsten Arriens. Die Ex-Profis lieferten sich ein spannendes Match und bewiesen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Einige Beach Soccer nutzten in ihrer Spielpause die Gelegenheit und machten Erinnerungsfotos mit dem ehemaligen Daviscup-Spieler Braasch.
In dem unterhaltsamen Match fiel Braasch, der mit der deutschen Mannschaft den World Team-Cup in Düsseldorf gewann, vor allem durch seinen nicht gerade lehrbuchreifen Aufschlag auf – das Markenzeichen des 40-Jährigen. Carsten Arriens brachte Braasch indes durch druckvolle platzierte Schläge ins Laufen und ging mit 3:2 in Führung. Karsten Braasch drehte die Partie kurzerhand, übernahm mit 6:3 das Kommando – und gab das Spiel kurze Zeit später wieder aus der Hand. Der 38-Jährige Arriens machte mit einem Ass in dem langen Satz das 8:7 perfekt. „So was hast du doch früher nie serviert“, kommentierte Braasch trocken. Den Tiebreak entschied Arriens knapp für sich und triumphierte letztlich mit 9:8. „Dass das Match so knapp ausfiel, war garantiert nicht abgesprochen“, versicherte der Sieger.
Personalien
Karsten Braasch, geboren am 14. Juli 1967 in Marl, spielt seit 1976 Tennis. 1994 gewann der Ex-Daviscupspieler mit der deutschen Mannschaft den World Team Cup, belegte zu seinen besten Zeiten in der ATP-Weltrangliste Platz 38 im Einzel und Platz 36 im Doppel.
Carsten Arriens, geboren am 11. April 1969 in Frankfurt/Main. Turniersiege Grand Prix in Guaruja/Brasilien (1992) und Challenger in Kyoto/Japan (1997). Trainer der Daviscup-Spieler Michael Kohlmann und Alexander Waske.
Im Anschluss forderten Patrick Elias und Leif Berger die Altmeister im Doppel heraus. Zuvor besiegte der 14-jährige Berger gegen den gleichaltrigen Elias – aktuell die Nummer vier der DTB-U14-Rangliste – im Tiebreak ebenfalls mit 9:8. Im Doppel zahlten die Talente jedoch gehörig Lehrgeld. Das Duo Braasch/Arriens zeigte dem Nachwuchs mit 6:1 die Grenzen auf. „Die Jungs müssen ihr Stellungsspiel verbessern“, riet Doppelspezialist Braasch, der immerhin 1997 bei den Gerry Weber Open in Halle gemeinsam mit Michael Stich den Titel holte. Erfolgserlebnisse hatten die Jugendlichen dennoch. So freute sich Leif Berger über ein Aufschlag-Ass gegen Karsten Braasch. „Man sollte auch vor großen Namen nicht allzu viel Respekt haben“, zeigte sich Berger unbeeindruckt. Nicht ganz zufrieden war allerdings Patrick Elias: „Gegen die ganz Großen möchte man natürlich sein bestes Tennis zeigen.“
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