Kegelsport: Den Tagessieg im Visier
VON DANIEL OELBRACHT - zuletzt aktualisiert: 25.02.2010Nach einem enttäuschenden Auftakt in der Meisterrunde will die SK Meide Hilden auf eigenen Bahnen Schadensbegrenzung betreiben. Im Titelrennen geben die Teams aus Niedersachsen den Ton an.
Selbstkritisch gingen die Kegler des SK Meide nach der schwachen Leistung am ersten Spieltag der Meisterrunde mit sich ins Gericht. "Wir haben durch die Bank nur einzelne Gassen gut gespielt. Der Rest war Stückwerk", sagte Markus Gruben. Der Pressewart des Hildener Zweitligisten sprach von einer "dürftigen Vorstellung" auf anspruchsvollen Bahnen, die jede Ungenauigkeit der Sportler bestraften, und einem enttäuschenden vierten und letzten Platz. "Unsere Hoffnungen auf den zweiten Rang können wir bereits begraben und jetzt höchstens noch versuchen, Dritter zu werden", stellte Gruben fest.
In Salzgitter zeichnete sich früh ab, dass die Itterstädter nur die Rolle eines Außenseiters besetzten. Markus Gruben (804 Holz) und Björn Kühnen (788) glückte es zwar noch, die Partie gegen den ebenfalls schwachen KSF Chemie Holten ausgeglichen zu gestalten, doch zu diesem Zeitpunkt führten die Teams des TSV Salzgitter und des KF Nordhorn bereits mit über 70 Holz Vorsprung. Während diese Mannschaften in einem spannenden Duell den Tagessieger unter sich ausmachten – Salzgitter setzte sich durch –, mussten die Hildener sogar noch vom dritten Platz Abschied nehmen.
Meisterrunde
Wertung Die vier besten Teams in der Abschlusstabelle der Meisterschaft erreichen die Meisterrunde. Sie erhalten eine Vorgabe sowie Punkte für jede Platzierung an den vier Spieltagen (1. Platz = 4 Punkte, 2. Platz = 3 Punkte, usw.).
Tabelle: 1. KF Nordhorn (6 Punkte/95 Einzelwertungspunkte), 2. KSF Chemie Holten (6/72), 3. TSV Salzgitter (5/96), 4. SK Meide Hilden (3/37).
Denn die als Spitzenreiter in die Meisterrunde gestarteten Duisburger sorgten in Person von Knut Martini (849) gegen Karl-Heinz Eversberg (784) im dritten Block für die Vorentscheidung. Weder Kai Thomas (790), Bernd Tillmanns (776) noch Marco Bartholomae (772) verkürzten den Rückstand auf Holten noch nennenswert. "Der kommende Spieltag in Nordhorn wird für uns richtungsweisend. Wenn es uns gelingt, den zweiten Platz zu belegen und wir auf den eigenen Bahnen gewinnen, ist der dritte Rang in der Endabrechnung noch drin", erläutert Gruben. Ihm zufolge dürfte Salzgitter am ehesten mit den Bahnen des niedersächsischen Konkurrenten zurechtkommen, Holten dagegen drohe nach der schwachen Leistung gegen Nordhorn bereits das Aus im Titelkampf. "Das Rennen ist offen. Die Doppelbelastung von zwei Partien an einem Wochenende ist für alle ungewohnt", bemerkt der Pressewart und betont: "In Meister- oder Abstiegsrunden sind wir meistens schlecht gestartet. Also geht es ab sofort hoffentlich aufwärts."
Vor allem am Sonntag (11 Uhr, freier Eintritt) auf den Bahnen des Meider Hofes wollen die Itterstädter punkten. Nichts anderes als den Tagessieg streben sie an. "Natürlich setzen wir uns selbst unter Druck, aber wenn wir nicht in Hilden gewinnen, wo sonst?", fragt Gruben und fordert eine deutliche Leistungssteigerung seines Teams. Eine Möglichkeit sieht er darin, eventuell die Startreihenfolge innerhalb der Mannschaft zu ändern. Außerdem beabsichtigen die Meider, im Training weitere Fehlerursachen zu beseitigen.
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