Beach Soccer: Ein Hauch von Copacabana
VON PATRICK JANSEN - zuletzt aktualisiert: 30.07.2007Die Mannschaft von Uniao Brazil München gewann das Finale der German Masters im Beach Soccer. Abseits der Sandplätze sorgte der Titelverteidiger mit Trommelklängen für gute Stimmung.
Da die Wettervorhersage für gestern Dauerregen prophezeite, zogen die Organisatoren des German Masters im Beach Soccer am Sportstrand Hilden die Finalspiele kurzerhand auf Samstag vor. Der straffere Zeitplan tat der Atmosphäre keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Die Sportler machten außerhalb des Spielfeldes ebenfalls gehörig Stimmung. Allen voran die Brasilianer von Uniao Brasil München, die zwischen ihren Begegnungen mit Trommelrhythmen einen Hauch von Copacabana vermittelten.
Auch auf dem Sand boten die Exoten etwas fürs Auge. Selten war das Leder bei den Südamerikanern einmal auf dem Boden, ständig zeigten die Sportler aus dem Mutterland des Beach Soccer ihre wirkungsvollen Kunststückchen. Leidtragende waren in diesem Fall die „Playa Diablos“. Zwar trafen die Strandteufel direkt beim Anstoß die Latte, doch danach zeigte Titelverteidiger Uniao Brasil warum er auch diesmal Favorit auf den Turniersieg war: Volley-Staffetten, Hackentricks und viele Tore. In zehn Minuten schenkten die Münchener den Diablos fünf Tore ein. Den 6:0-Endstand besiegelten die Unterlegenen per Eigentor.
Knapper endete da die Partie zwischen dem Dreamteam Hilden und der DJK Ibbenbüren, der einzigen Frauenmannschaft unter den Strandfußballern. Die Soccerinnen starteten zwar außer Konkurrenz erhielten jedoch von den übrigen Teams für den 6:5-Siegtreffer gegen die Hildener besonderen Szenenapplaus.
Von den 30 qualifizierten Teams reisten 19 an, die in drei Gruppen um den Einzug ins Viertelfinale spielten. Ins Endspiel schafften es am Ende die Favoriten. Das Team von Uniao Brasil traf auf die Strandkaiser Krefeld. In der abwechslungsreichen Partie kamen die Zuschauer auf ihre Kosten, sahen erneut Beach Soccer vom Feinsten. Der amtierende Deutsche Meister ging schnell mit 3:0 in Führung. Doch auch die Krefelder boten eine beherzte Mannschaftsleistung und glichen zum 3:3 aus. Erst zwei Minuten vor dem Ende erzielten die Südamerikaner das 4:3 und verteidigten so den Titel.
Die Straffung des Turnierplans mitsamt Rahmenprogramm erwies sich als richtige Entscheidung. Denn am Samstagabend setzte nach dem Schlusspfiff Dauerregen ein. „Petrus hat es gut mit uns gemeint“, freute sich Kristof Dirkes, Pressesprecher des Deutschen Beach Soccer-Verbandes, nach dem gelungenen Wettbewerb.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum