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Kicken für Kinder lockt 15 000

VON DANIEL OELBRACHT - zuletzt aktualisiert: 24.05.2008

Das Benefizturnier des WDR bescherte der Sportanlage am Bandsbusch einen neuen Zuschauerrekord. Zugleich profitierte „wünschdirwas“ – rund 8000 Euro Spenden helfen dem Kölner Verein, weitere Herzenswünsche zu erfüllen.

Der siebenjährige Julius beweist beim Fußball-Rodeo seine Geschicklichkeit.  Foto: RPO
Der siebenjährige Julius beweist beim Fußball-Rodeo seine Geschicklichkeit. Foto: RPO

Wer an Fronleichnam die Bezirkssportanlage am Bandsbusch besuchte, benötigte vor allem eines: Geduld. Denn rund 15 000 Menschen besuchten im Laufe des Tages das Benefiz-Fußballturnier des WDR namens „Kicken für Kinder“ zugunsten des Kölner Vereins „wünschdirwas“. Die Radio- und Fernsehleute bewiesen erneut eindrucksvoll, dass sie keine halben Sachen machen, holten etliche Prominente in die Itterstadt sowie den Großteil der verschiedenen WDRRedaktionen und verwandelten die Sportanlage in ein riesiges Open-Air-Studio.

Dermaßen viel Aufwand lockte die Fans der „Sendung mit der Maus“, der „Verbotenen Liebe“, der „Aktuellen Stunde“ und natürlich auch viele Fußballverrückte an. Deren Probleme begannen bereits bei der Parkplatzsuche. „Ich bin extra aus Köln gekommen. Der WDR ist quasi mein Heimatsender. Die Veranstaltung an sich und die Idee dahinter finde ich großartig. Aber es gibt keine Parkplätze“, beklagte sich Horst Kühn. Nicht nur er ärgerte sich darüber, dass auf dem Parkplatz des Hildorado fünf Euro fällig wurden. Lange Schlangen gab es auch an den Imbiss- und Getränkeständen. Wieder einmal sorgte sich der SV Hilden-Nord um das leibliche Wohl der Besucher, hatte jedoch Mühe, des Ansturms Herr zu werden. Nur die Brüder Ferdi und Jockel Stanetzky nahmen es leicht: Der WDR hatte die zwei mit ihrem Grillstand in eine der hintersten Ecken der Anlage gestellt. Die gute Laune ließen sich die Norder dadurch nicht verderben, auch wenn Ferdi Stanetzky offensichtlich statt der Grillzange lieber ein Mikro in der Hand gehalten hätte.

Info

wünschdirwas

Ziel Der Verein betreut im Bundesgebiet über 30 Kinderkliniken und erfüllt schwerkranken Kindern einen Herzenswunsch.

Botschafter Viele Prominente unterstützen den Verein. Derzeit gibt es drei offizielle Botschafter: den Comedian Markus Maria Profitlich, die Autorin Cornelia Funke und die Dressurreiterin Nadine Capellmann.

Spendenkonto 555 777 000 bei der Kölner Bank (BLZ 371 600 87).

www.wuenschdirwas.de

Auch die unzähligen Kinder mussten sich in Geduld üben, denn die Spielwiese hinter dem Kunstrasenplatz war den ganzen Tag über ausgelastet. Im „Mausland“ wurde gemalt und geschminkt, was Stifte und Farben hergaben. Die Hüpfburg, das Kistenklettern und der Baseball-Schlagkäfig waren stark gefragt. Zur Stärkung gab es zwischendurch Kuchen, Milch und Eis.

Viele Familien ließen sich erschöpft auf der Gegentribüne nieder und beobachteten den Trubel damit aus sicherer Distanz. Genau die wollten die Autogrammjäger umgehen und belagerten die Stars, die sich den ganzen Tag am Bandsbusch aufhielten. Während Dressurreiterin Nadine Capellmann nur gelegentlich um eine Unterschrift gebeten wurde, konnten sich die Comedians Markus Maria Profitlich und Ralf Schmitz vor begeisterten Kindern kaum retten. „Ich bin dein größter Fan“, hörten sie immer wieder und Schmitz konterte schlagfertig: „Ach, du bist das!“ Gefragte Autogrammschreiber waren aber auch die Darsteller aus der „Verbotenen Liebe“, allen voran Lars Korten, der Radiomoderator Manfred „Manni“ Breuckmann, Ex-DSDS-Jury-Mitglied Thomas Bug und bei den Fußballfans der frühere Nationalspieler Jens Nowotny.

Am Nachmittag gab es dann mehrere Live-Schaltungen vom Turnier im WDR-Medium „Aktuelle Stunde“ und die Besucher spürten die Nervosität der Fernsehleute. Bei der Siegerehrung nannte Thomas Bug das vorläufige Spendenergebnis: 7950 Euro sammelte der WDR zugunsten von „wünschdirwas“. Der SV Nord beteiligte sich daran mit einer Spende über fünf Cent pro verkaufter Wertmarke.

Fotos
Die Frauen des Retro-Team Germany umzingeln einen Einslive-Akteur. Foto: RPO
Fortuna (l.) verlor im Halbfinale gegen die Bochumer Traditionself. Foto: RPO
Nadine Capellmann. Foto: RPO
Quelle: RP

 
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