Volleyball: Mit breiter Brust
VON VON DANIEL OELBRACHT - zuletzt aktualisiert: 28.10.2006Der Sieg über Spitzenreiter Mondorf gab den Volleyballern der HAT Auftrieb. Jetzt wollen die Hildener auch im Kellerduell der Oberliga gegen Mitaufsteiger Heiligenhaus beide Punkte einfahren.
Heiligenhaus – Hildener AT. Auf gute Bekannte treffen die Volleyballer der Hildener AT in Heiligenhaus (morgen, 17 Uhr). Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger. Beide Teams stehen im Oberliga-Keller und deshalb mit dem Rücken zur Wand. Martin Leppich erinnert sich noch gut an die letzte Saison, als Heiligenhaus in der Rückrunde ohne Niederlage blieb und so den schwachen Start vergessen machte. „Auch wir haben das Rückspiel verloren und uns ziemlich schlecht verkauft“, sagt der HAT-Trainer. Doch jetzt steht die Partie unter anderen Vorzeichen, denn die Oberliga hat schlicht ein anderes Niveau, weiß Leppich – und will daher keine Mannschaft zum Favoriten ernennen. Zumal sich durch die Kulisse in Heiligenhaus oft eine eigene Dynamik entwickelt – denn die Zuschauertribüne befindet sich hinter einer der Kopfseiten des Spielfeldes.
Einige Eckdaten
Hildener AT Zuletzt 3:1-Sieg gegen den TuS Mondorf, aber Schlusslicht mit 2:8 Punkten (eine Spielwertung steht noch zur Verhandlung aus).
TV Heiligenhaus Der Kontrahent verlor zuletzt beim MTV Köln 1:3, der einzige Sieg (3:2) gelang gegen den TSV Bayer Dormagen. Ebenfalls 2:8 Punkte – Vorletzter.
Anpfiff Sonntag,17 Uhr.
Wenig Aufschluss geben die bisherigen Resultate der Gastgeber. Bislang reichte es nur zu einem Sieg, der gelang aber ausgerechnet gegen Bayer Dormagen. Doch Leppich winkt ab. „Das sieht nach einer Überraschung aus, aber es war ein Nachholspiel innerhalb der Woche. Da hat der TV seinen Gegner wohl einfach auf dem falschen Fuß erwischt“, kommentiert der Trainer das 3:2 am ersten Spieltag. Besser ist die Ausgangslage wohl für die Gäste. Die HAT tankte beim 3:1 über Mondorf letzten Sonntag gehörig Selbstvertrauen. Obwohl Leppich noch immer nicht mit der Blockarbeit zufrieden ist, hält er den ersten Heimsieg für psychologisch wichtig. „Außerdem steht Heiligenhaus unter geringfügig größerem Druck, denn sie bestreiten ein Spiel in eigener Halle“, so der HAT-Coach.
Nach der Absage von Niklas Rudinger fand Martin Leppich bereits eine Übergangslösung für die Aufstellung: Auf die vakante zweite Diagonalposition rückt vorerst Thomas Steinacker. Der fühlte sich in der Rolle des Mittelblocker ohnehin nicht glücklich. Für die Mitte steht als Notlösung Martin Dreier bereit, der den Ausfall von Michel Ubaghs (krank) kompensieren soll. „Da Martin über Erfahrung aus der Regionalliga verfügt, kann es nur besser werden“, meint der Trainer. Außerdem ist Thomas Hinnen wieder mit von der Partie, während Andreas Masuhr beruflich in Italien unterwegs ist.
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