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Basketball: TuS 96 kommt ins Schwitzen

VON BIRGIT SICKER - zuletzt aktualisiert: 15.03.2010

Trotz einer guten ersten Halbzeit können die Hildener Basketballer auch die Rumpftruppe des Willicher TV nicht bezwingen. In den letzten vier Partien der 2. Regionalliga sind jetzt mindestens zwei Siege Pflicht.

Makaty Mbaye fand nach seiner Sperre nicht zu alter Form. Foto: RPO

TuS Hilden – Willicher TV 77:83 (49:39). Nach dem klaren Erfolg im Hinspiel gingen die Willicher als klarer Favorit in die Partie der 2. Regionalliga. Letztlich aber war die Rumpftruppe von Hartmut Oehmen selbst überrascht, erneut einen Sieg einzufahren. Immerhin fehlten neben dem gesperrten Spielmacher Simon Bennett noch vier weitere Stammkräfte. Weil die Not groß war, aktivierte der Coach sogar zwei Hobbyspieler, die seit Monaten nicht trainiert hatten. Doch Antonius Wehrhahn-Mees und Robin Mann setzten durchaus entscheidende Akzente. Das i-Tüpfelchen aus Hildener Sicht: Weil die Krefelder ohne ihre Auswärtstrikots anreisten, liehen sie sich die Aufwärmhemden der TuS-Basketballer aus – und gingen ausgerechnet im fremden Dress als Sieger vom Feld.

Info

So spielten sie

TuS Hilden: Becker (18), Gey (3), Mbaye (6), Plaggenborg (8), Holtz (4), Raddatz (2), Al-Zaher (4), Kol (13), Kaichouhi (5), Williams (14), Akpodji (n.e.).

Willicher TV: Hähn (9),, Mann, Wehrhahn-Mees (9), Bouklata (12), Polzin (24), Oehmen, Dressen (11), Kamphausen (18).

Eine Halbzeit lang aber waren die Hildener Fans von ihrer Mannschaft begeistert. Endlich packten die Hausherren mal wieder ihren Kampfgeist aus und überzeugten mit druckvollen Aktionen. Allerdings nahm Thomas Schierburg bereits nach zwei Minuten eine Auszeit, um seine Truppe, die anfangs ohne den angeschlagenen Zuri Williams auflief, noch einmal auf den Ernst der Lage hinzuweisen. Als Jörn Plaggenborg per Dreier zum 14:14 (8.) ausglich, kam Williams erstmals aufs Feld. Ende des ersten Viertels behaupteten die Hildener dann eine 25:22-Führung.

Im zweiten Abschnitt war die Begegnung bis zum 31:31 (14.) weiter hart umkämpft. Dann neigte sich die Waagschale allmählich zugunsten des TuS 96. Zur Pause führten die Hildener schließlich mit zehn Punkten.

Nach dem Wiederanpfiff ließen die Gastgeber jedoch die zuvor gezeigten Tugenden plötzlich vermisen. Mit zwei Dreiern verkürzten die Willicher innerhalb von zwei Minuten auf 45:49 und witterten wieder Morgenluft. Ein weiterer Drei-Punkte-Wurf brachte ihnen dann sogar die 54:53-Führung (27.) ein. Fortan wogte das Geschehen hin und her. Ende des dritten Viertels hatten die Gäste mit 60:59 die Nase vorn.

Im letzten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bis zum 70:70 (35.) durch Bastian Becker hielten die Hildener Tuchfühlung. Dann brachte der zweitliga-erfahrene Armin Polzin seine Farben mit 74:70 (36.) in Front. Per Freiwurf verkürzte Zuri Williams auf 71:74, hatte dann sogar nach einem krassen Einwurffehler der Willicher unter dem eigenen Korb die Chance zu zwei weiteren Punkten, doch der US-Amerikaner verwarf aus kurzer Distanz. Diese Szene war irgendwie symptomatisch für das Spiel des TuS 96. Als die Gäste mit 81:74 (40.) vorne lagen, war die Niederlage fast perfekt. Denn der Dreier von Ahmed Kaichouhi 12 Sekunden vor dem Ende zum 77:81 war letztlich ein Akt purer Verzweiflung.

Quelle: RP

 
 
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