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Handball: Unitas fehlt der letzte Biss

VON JUSTIN DÜBER - zuletzt aktualisiert: 23.02.2010

Im neuen Jahr warten die Haaner Handballerinnen weiter auf den ersten Sieg. Nun zog die Mannschaft von Matthias Wacker auch im Verbandsliga-Derby gegen den TuS Erkrath den Kürzeren.

Svenja Fischer (am Ball) hatte gegen die Erkrather Deckung einen schweren Stand. Foto: RPO

Unitas Haan/Hildener AT – TuS Erkrath (Damen) 24:25 (8:11). "Wir hätten mehr aus dem Spiel machen können." Das ist die ernüchternde Bilanz von Matthias Wacker, nachdem die Unitas-Handballerinnen am Sonntag Abend zum vierten Mal in diesem Jahr ohne Sieg vom Feld gingen. Der Trainer spielt vor allem auf die äußerst schwache Leistung der ersten Halbzeit und viele vergebene Würfe an. Allein die vier verworfenen Siebenmeter hätten dem Ergebnis ein ganz anderes Gesicht verliehen. In einem Spiel, in dem sie nie in Führung ging, fehlte der Unitas immer wieder der letzte Biss. Nach Situationen, in denen die Messe schon gelesen schien, weil sich Erkrath absetzte, kämpfte sich das Wacker-Team mehrfach heran – schaffte es aber letztlich nicht, zumindest den Ausgleich zu erzielen.

Info

So spielten sie

Unitas Haan/Hildener AT: Petsch, Hölscher – Limberg (7/4), Gerhard (4), Zieris (3), Fischer (3) Stemmler (2/1), Falke (1), Fürst (1), Zeller (1), Koschmieder (1), Foltmer (1), Klein, Fechner.

TuS Erkrath: Mokros, Kurzeia – Jordens (7/3), Niegoth (6/2), van Bernem (5), Schallinatus (4), Wingender (3), Mück, Kortmann, Kutzner, Zeuchner, Kovacic

Gleich zu Beginn zeigten die Gäste, dass der Platz in der unteren Verbandsliga-Hälfte nicht ihre Tagesform repräsentierte. Selbstbewusst und tempogeladen bewegte sich die Erkrather Mannschaft über das Parkett. Die Unitas hingegen wirkte unsicher, wohl auch als Folge der ungewöhnlichen Aufstellung. "Wir mussten personalbedingt ein wenig experimentieren", erklärte Wacker. Das Experiment ging zunächst nach hinten los. Denn nach 22 Minuten lagen die Haanerinnen mit 2:6 zurück – und Wacker nahm eine Auszeit.

Die Anweisungen des Übungsleiters wirkten. In der 29. Minute zeigte Heike Limberg gemeinsam mit Ute Zeller den ersten schönen Ablauf im Angriff, der von Erfolg gekrönt war. In derselben Minute folgte ein Haaner Tempogegenstoß. Bis zum Halbzeitpfiff verlagerte sich das Spiel der Unitas jedoch zu sehr auf den Rückraum, der selten traf. "Acht Tore in der ersten Halbzeit waren ganz klar zu wenig. Für die zweite Halbzeit habe ich klargestellt, dass ich mehr erwarte, besonders beim Tempospiel", berichtete Wacker.

Erneut zeigten die Worte Wirkung. Denn in der zweiten Halbzeit erzielte die Unitas 16 Treffer, also gleich doppelt so viel wie im ersten Abschnitt. Die Partie war nun deutlich vom Tempo geprägt – das kam nicht nur der Unitas zugute. Die Gäste holten einige Siebenmeter über die flinke Kreisläuferin heraus, erzielten einfache Tore über die Mitte und mit Tempogegenstößen. Die Unitas war jetzt aufgewacht, kämpfte sich Stück für Stück heran, verpasste jedoch mehrfach die Gelegenheit zum Ausgleich. So auch beim 14:15 (35.) und 20:21 (50.). In beiden Situationen vergaben die Haanerinnen einen Tempogegenstoß, weil ein Pass nicht ankam – die Abgeklärtheit fehlte.

"Wir haben heute die entscheidenden Chancen vergeben. Außerdem hat uns die erste Halbzeit das Genick gebrochen", weiß Matthias Wacker. Nächstes Wochenende ist nun gegen Schlusslicht Oberhausen der erste Sieg in diesem Jahr ganz klar Pflicht.

Quelle: RP

 
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