Flugsport: Vorbereitung auf die Flugsaison
VON DANIEL OELBRACHT - zuletzt aktualisiert: 14.03.2007Der „Tag der Luftsportjugend“ lockte junge Nachwuchs-Segelflieger aus ganz Nordrhein-Westfalen auf das Gelände am Kesselsweier. Ein buntes Programm lieferte viele Informationen.
Für junge Luftsportler aus Nordrhein-Westfalen bildete Hilden vergangenen Samstag den Nabel der Welt. Rund 200 Jugendliche nutzten die Gelegenheit, sich beim „Tag der Luftsportjugend“ auf dem Gelände der Luftsportgemeinschaft Kesselsweier die Wartezeit bis zum Beginn der Flugsaison mit Vorträgen und Workshops zu verkürzen. Den Abschluss der Veranstaltung bildete am Abend eine Party unter dem Motto „Sommer, Sonne, Strand“, für die die Organisatoren extra elf Tonnen Sand in der Halle, die sonst als Werkstatt dient, verteilten.
Für die Ausrichter war der Luftsportjugendtag eine Premiere, denn als die LSG zuletzt vor rund zehn Jahren das Jahrestreffen organisierte, ging es in Räumlichkeiten in Langenfeld über die Bühne. Jetzt bot sich für die Besucher die Möglichkeit, auch die Gebäude am Kesselsweier in Augenschein zu nehmen. Auf wenig Resonanz stieß der parlamentarische Teil des Tages, Nur etwa 40 Jugendleiter aus nordrhein-westfälischen Vereinen beteiligten sich und besprachen vor allem organisatorische Belange.
Luftsportjugend
Dachverband der Jugendgruppen in den Luftsportvereinen in Deutschland, gehört als Sparte zum Deutschen Aero-Club (DAeC).
Treffen einmal im Jahr, wechselnde Ausrichter.
Inhalte parlamentarischer Teil, Workshops, Vorträge, Informationen und geselliges Beisammensein.
Jugendgruppe der LSG Kesselsweier (insgesamt gut 65 Mitglieder) besteht aus etwa 30 Jugendlichen, jeweils zur Hälfte über bzw. unter 18 Jahren.
Deutlich größer war das Interesse der Jugendlichen – im Luftsport Personen von 14 bis 25 Jahren – an den drei Workshops und den drei Vorträgen. In den Arbeitsgruppen informierten sich die Teilnehmer gegenseitig, was sie neben der Fliegerei mit der Vereinsjugend unternehmen können, wie die Jugendleiterausbildung aussieht und was die Luftsportjugend NRW für die ihr angeschlossenen Gruppen leistet.
Den Auftakt bei den Referaten machte Felix Loth aus dem Kader der Juniorennationalmannschaft im Segelfliegen. Er erklärte den Zuhörern, welche Möglichkeiten es für junge Fliegertalente gibt, sich fördern zu lassen und sogar ein Trainingsflugzeug gestellt zu bekommen. Der frühere Sportsoldat Jörg Weidemann erzählte dagegen aus seinem Fliegeralltag bei der Bundeswehr. „Nach der Grundausbildung fahren die Sportsoldaten im Sommer von Wettbewerb zu Wettbewerb. Sechs Monate bezahltes Fliegen sind für Leute wie uns der Himmel auf Erden“, bemerkte Alexander Swagemakers. Beim dritten Vortrag setzte der Organisator des Jugendtages auf ein Hildener Urgestein: Gerd Spiegelberg. Der lernte die Segelfliegerei bei der LSG Kesselsweier, flog mehrere Male in der Nationalmannschaft und referierte nun über einen Wettbewerb im eisigen Sibirien.
Unumstrittener Höhepunkt des Tages war jedoch die Beachparty am Abend. Im Vorfeld füllte sich das zum Parkplatz umgewandelte Flugfeld zusehends. Während die einen in Hawaii-Hemd und Shorts tanzten, trafen sich andere zum Unterhalten an der Bar im Vereinshaus. Bis morgens um sechs Uhr feierten die Luftsportler – dann krochen die letzten erschöpft in ihre Schlafsäcke.
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