Monheim: Brühland: „Die CDU ist meine politische Heimat“
zuletzt aktualisiert: 17.12.2008Düsseldorf (RPO). Tim Brühland oder Marion Prondzinsky? – Die Frage, wer als möglicher Nachfolger von Bürgermeister Dr. Thomas Dünchheim für die Christdemokraten ins Rennen geht (RP von gestern), bleibt spannend. Nach einer geheimen Abstimmungsniederlage auf der Ebene Fraktion/Stadtverbandsvorstand am späten Montagabend erklärte die am Montagnachmittag zur Kampfkandidatur fest entschlossene Vorsitzende des Ortsvereins Monheim Marion Prondzinsky gestern Nachmittag, sie werde über das Ergebnis gründlich nachdenken und sich bis heute Abend 18 Uhr verbindlich erklären. Damit widersprach die Politikerin Darstellungen von Parteichef Markus Gronauer und Bürgermeister Thomas Dünchheim, sie trete nach dem Votum 17 (Brühland) zu 7 (Prondzinsky) definitv nicht an. „Es gibt sehr viel Zuspruch von der Basis. Die Gremien-Entscheidung vom späten Montagabend sagt nichts über meine Chancen an eben dieser Basis“, so die mögliche Herausforderin des aus Wülfrath stammenden und in Remscheid arbeitenden ledigen Juristen.
Der 31-Jährige präsentierte sich – begleitet vom im nächsten Jahr scheidenden Bürgermeister sowie fast allen Mitgliedern der christdemokratischen Findungskommission – im Restaurant Raphaels erstmals der Monheimer Öffentlichkeit. Im Auftreten frisch, natürlich und redegewandt erklärte der Hobby-Angler, dass er zwischen 1995 und 2005 Sozialdemokrat war und erst am 28. August 2008 „offiziell“ in die CDU eingetreten sei. Im Jahr 2000 sei er in seiner Heimat sogar Wahlkampfleiter für den SPD-Landtagswahlkampf gewesen.
Nach seinem Austritt 2005 habe er sich aber konsequent der CDU zugewandt, dieses Engagement „zunächst unter dem Mantel der Verschwiegenheit“ immer weiter intensiviert. Werte wie Freiheit, Eigenverantwortung und eine andere Vorstellung über die richtige Antwort auf soziale Fragen habe ihn den Trennungsstrich zur SPD ziehen lassen. „Ich war sehr jung, als ich dort eintrat. Meine Persönlichkeit, meine Werte und mein Politikverständnis haben sich komplett geändert. Heute ist die CDU mein Zuhause. Dort gehöre ich hin.“
Für den Fall, dass er heute Abend (Bürgerhaus Baumberg, 19.30 Uhr) nominiert und von den Bürgern im Sommer 2009 tatsächlich gewählt werden sollte, will Brühland sich unter anderem um die Themen Industrieansiedlung, Wohnstadt, Haushaltssanierung und die leistungsbezogene Bezahlung in der Verwaltung kümmern.
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