Monheim: CO-Pipeline-Gegner: Inbetriebnahme bleibt viele Jahre ungewiss
zuletzt aktualisiert: 04.07.2009Düsseldorf (RPO). Die Haltung des Bayer- Konzerns, in jedem Fall an der Inbetriebnahme der in der Region umstrittenen Kohlenmonoxid(CO)-Pipeline festzuhalten, hat eine Debatte über die Dauer des jetzt eingeleiteten Hauptsache-Verfahrens ausgelöst. "Zumindest unterschwellig erweckt der Konzern den Eindruck, ein erstinstanzliches Urteil des Verwaltungsgerichts mit positivem Tenor könne bereits 2010 eine Inbetriebnahme der Leitung ermöglichen. Soweit kann es aber mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht kommen", sagte Kläger-Anwalt Dr. Jochen Heide, der auch die Interessen der Stadt Monheim vertritt.
Nach seiner Einschätzung muss Bayer mit der Inbetriebnahme bis zum völligen Abschluss des Hauptsache-Verfahrens warten. "Durch alle drei Instanzen hindurch. Und das kann gut und gerne vier bis fünf Jahre dauern", so Heide. Unterdessen fordern Pipeline-Skeptiker, im Zweifel "eine neue beziehungsweise erweiterte CO-Produktionsanlage vor Ort in Uerdingen zu prüfen statt gleich damit zu drohen, wegen der brach liegenden Röhre in der dortigen Kunststoff-Produktion die Lichter zugunsten von Antwerpen auszuknipsen."
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