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Monheim: DKSB erneut vor Auflösung ?

VON STEFANIE MERGEHENN - zuletzt aktualisiert: 09.02.2007

Düsseldorf (RPO). Die Hauptversammlung des Deutschen Kinderschutzbundes OV Monheim geriet zu einem kleinen Desaster: Die Vorstandswahlen brachten kein Ergebnis. Außerordentliche Versammlung am 28. Februar soll klären.

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Die designierte neue Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Marion Prondzinsky-Kohlmetz, hat sich vor allem die Spenden-Akquise auf die Fahnen geschrieben.

Mit einem Jahresbeitrag von 30 Euro und 80 zahlenden Mitgliedern könnten die Personal- und Sachkosten nicht gedeckt werden. „Wir brauchen pro Jahr etwa acht- bis zehntausend Euro an Spenden, sonst ist der Verein bald zahlungsunfähig“, weiß die Juristin.

Es hätte alles so entspannt werden können bei der diesjährigen Hauptversammlung des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB), Ortsverein Monheim. Zwar hatten der seit acht Jahren amtierende Schatzmeister Dirk Stechmann-Krohne und die seit fünf Jahren aktive Vorsitzende Margret Ihnenfeld angekündigt, ihre Posten zur Verfügung zu stellen. Doch gab es für beide Positionen bereits designierte Nachfolger .

Indes: Statt das Wahlergebnis bekannt geben zu können, musste die sichtlich frustrierte Noch-Vorsitzende stattdessen eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 28. Februar anberaumen – in der Hoffnung, dass sich die Wogen bis dahin geglättet bzw. sich Alternativen für die zu besetzenden Vorstandsposten ergeben haben.

22 von 80 Mitgliedern anwesend

Dabei wäre das Gremium – anders als in manchem Vorjahr – durchaus beschlussfähig gewesen: Immerhin 22 der 80 stimmberechtigten Mitglieder hatten sich am Mittwochabend im Kindercenter an der Heinestraße eingefunden. Nachdem die drohende Auflösung im November 2005 noch hatte abgewendet werden können, schien der Wille da, sich zumindest auf dem Papier für die gute Sache zu engagieren.

Dass das allein nicht reicht, betonte die scheidende Vorsitzende jetzt noch einmal im RP-Gespräch: „Es sind einfach zu wenig Mitglieder bereit, Verantwortung zu übernehmen“, bedauert Margret Ihnenfeld. Und wenn jene, die trotz anderweitiger Belastung „um der Sache willen“ in die Bresche springen, nicht das uneingeschränkte Vertrauen der Basis genießen, kann man es ihnen nicht verdenken, dass sie einen Rückzieher machen.

So hat die bisherige Stellvertreterin Marion Prondzinsky-Kohlmetz, die – „wenn es sonst keiner macht . . .“ – für das Amt der Vorsitzenden kandidierte, einen klaren Wunschkandidaten für die neu zu besetzende Position des Schatzmeisters. Dieser Parteifreund hatte im Einvernehmen mit dem alten Vorstand bereits vor der Wahl viel Arbeit in die Aufarbeitung der DKSB-Akten investiert. Prondzinsky will sich folglich nur unter der Prämisse „Tandemlösung“ wählen lassen: „Ich möchte in einem gut funktionierenden Team arbeiten.“

Doch schon wurden Stimmen laut, dass sich dann „eine CDU-Clique“ im Vorstand abzuzeichnen „drohe“, die einige der neuen Mitglieder argwöhnen ließ. Das Angebot, selbst zu kandidieren, lehnten die Kritiker dagegen ab. „Viele scheuen es natürlich, eine potenzielle Haftung zu übernehmen, die in einem Verein wie dem unseren der Vorsitzenden und dem Schatzmeister obliegen würde“, weiß die Juristin Prondzinsky. Denn der DKSB ist in Monheim formaljuristisch (auch) ein Geschäftsbetrieb: Der „Mini-Club“ im Kindercenter hat von montags bis freitags an drei Stunden vormittags geöffnet, um Mütter von zwei- bis dreijährigen Kindern zu entlasten. Dessen Leiterin Petra Anstatt ist dort hauptamtlich, drei weitere Frauen ehrenamtlich tätig. So steht nicht nur die Existenz des Monheimer Ortsvereins, sondern auch Anstatts berufliche Zukunft auf der Kippe, wenn es am 28. Februar zu keiner Einigung kommen sollte.

Mögliche Alternativen wie eine Fusion mit dem Langenfelder Ortsverein seien in Monheim noch nicht intensiv diskutiert worden, räumt Ihnenfeld ein. „Ich hoffe einfach, dass die Wahl bei unserer außerordentlichen Mitgliederversammlung erfolgreich vonstatten gehen kann und ich nicht den TOP 10, die Auflösung des Vereins, aufrufen muss.“

Quelle: RP

 
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