Langenfeld: Drei Drogentote pro Jahr
zuletzt aktualisiert: 15.06.2007Düsseldorf (RPO). langenfeld / monheim (stm) Eher mit älteren Alkoholikern hat Streetworker Stefan Lehmann zu tun. 387 Personen betreute er im vergangenen Jahr. „Ich gehe zu ihnen, weil sie oft nicht die Entscheidungskompetenz haben, zu uns zu kommen.“ Die psychosoziale Betreuung Substituierter gehört zu Lehmanns und Requadts gemeinsamem Aufgabenbereich. Immer noch gibt es pro Jahr rund drei Drogentote in Langenfeld und Monheim, obwohl der Heroin-Konsum deutlich zurück gegangen ist.
Seit das Methadon-Programm finanziell gesichert ist, hat sich die Zahl der früher zehn Klienten verdreifacht. Einige Schwerstabhängige kennt Doris Heckmann-Jones bereits seit 15 Jahren: „Da geht es einfach darum, mit der Substituierung das Leben zu erhalten.“ Und weil gerade in muslimischen Familien die Abhängigkeit von illegalen Drogen ein großes Tabu ist, ging ihr Projekt „Interkulturelle Öffnung“ mit Beratungen in Moscheen und Kulturvereinen vor gut einem Jahr erfolgreich in die zweite Runde.
Eines der Netzwerke, die für Lehmann wesentlich sind – obwohl er weiß: „Das meiste Elend spielt sich hinter geschlossenen Türen ab.“
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