Monheim: Dünchheim tritt ab – folgt Brühland?
zuletzt aktualisiert: 15.12.2008Düsseldorf (RPO). Dr. Thomas Dünchheim (40) wird seinen Posten als Bürgermeister 2009 aufgeben. Nach Informationen der RP wird der Jurist im Oktober seine neue Stelle in der Düsseldorfer Niederlassung der internationalen Kanzlei Lovells antreten. Als Bewerber um Dünchheims Nachfolge wird die Monheimer CDU aller Voraussicht nach den 31-jährigen Wülfrather Tim Brühland ins Rennen schicken, der die Anfrage der RP zu seiner Kandidatur in Monheim (siehe Senf-Zugabe in unserer Samstagsausgabe) am Freitag noch als absurd zurückgewiesen hatte.
Dabei hatte sich am Donnerstagabend eine von Dünchheim geleitete Findungskommission der CDU einstimmig für den Juristen Tim Brühland ausgesprochen, der eigentlich in Wülfrath für die CDU für den Stadtrat kandidieren sollte und dort früher Vorsitzender der SPD-Jungsozialisten war.
Der genannten Kommission gehörten CDU-Stadtverbandschef Markus Gronauer, Fraktionsvchef Günter Bosbach und die Ortsvorsitzenden Peter Raabe (Baumberg) und Marion Prondzinsky-Kohlmetz (Monheim-Mitte) an; letztere hatte ihre eigene Bewerbung um den Chefsessel im Rathaus vorher zurückgezogen. Strategisches Ziel von Dünchheim und Gronauer ist ein „gemeinsamer bürgerlicher Kandidat“, das heißt, auch die FDP soll den CDU-Mann unterstützen. Darum wollte die FDP Brühland in der heutigen Fraktionssitzung kennenlernen, ehe die breite Öffentlichkeit Dienstag informiert werden sollte. Das bis dahin vereinbarte Stillschweigen der Verantwortlichen wurde indes durchbrochen.
Der gelernte Maschinenbauschlosser Brühland, der als Volljurist (Spezialität Strafrecht) in einer Remscheider Kanzlei arbeitet, wird sich heute der gesamten CDU-Fraktion vorstellen. Gronauer hofft auf den politischen Schulterschluss mit der FDP, doch werde die CDU notfalls auch alleine ihr Ziel verfolgen. Unter Hinweis auf „Respekt vor den Entscheidungsgremien“ wollte Brühland auf Nachfrage der RP am Wochenende über die Bestätigung der geplanten Kandidatur hinaus nichts sagen. Laut Dünchheim hinterließ Brühland von den mehr als 40 im Gremium diskutierten Bewerbern den besten Eindruck. „Wem Führungserfahrung fehlt, muss entsprechendes Potenzial haben.“ In die Kandidatensuche waren auch Wülfraths Ex-Bürgermeister Ulrich Eilebrecht und Landrat Thomas Hendele eingebunden. Zu Brühlands jugendlichem Lebensalter merkte Dünchheim an: „Er wäre im Falle seiner Wahl sogar älter als ich bei meinem Amtsantritt 1999.“
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