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Monheim: Energieversorger residiert am Rhein

VON PETRA CZYPEREK - zuletzt aktualisiert: 04.09.2010

Düsseldorf (RPO). Treten die Kunden durch die Glastüre in das Service-Center der Mega an der Promenade, riecht alles noch frisch gestrichen und neu möbliert. Vor einer Woche hat der Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorger sein neues Domizil bezogen.

Vom Aufenthaltsraum mit angrenzender Dachterrasse blicken die Mitarbeiter auf vorbeiziehende Schiffe und den Rhein. In der dritten Etage des neuen Domizils der Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung (Mega) an der Rheinpromenade 3 a können sie in den Pausen ausspannen. Dagegen waren die alten Sozialräume an der Edisonstraße – sehr beengt und in Containern untergebracht – ehr eine Notlösung. In dem großen lichtdurchfluteten Trakt sollen zukünftig auch Schulungen abgehalten werden, erklärt Werner Geser, bei der Mega zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam mit Mega-Geschäftsführer Udo Jürkenbeck und Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) stellte er gestern den neuen Firmensitz vor. Seit einer Woche residiert das Unternehmen im Rheinpark. Dort teilt es sich mit der privaten Hochschule für Unternehmensführung (HfU) ein mehrgeschossiges Gebäude.

Zwischen Büroturm und Lagerhalle sowie Archivräumen liegt das ebenerdige und behindertengerecht ausgestattete Kundenzentrum. An den Theken auf der linken Seite beraten Mitarbeiter über Verträge und Tarife. Auf der rechten Seite informieren sich Kunden über technische Details, beispielsweise die Anschlüsse. Fragen zur Rechnung oder den Zahlungsmodalitäten werden in einem separaten Büro beantwortet. Das Mega-Domizil verfügt über ausreichend Parkplätze, ist aber mit den Buslinien 777 und 789 auch über den öffentlichen Nahverkehr zu erreichen.

Auf dem Dach ist eine Bürgersolaranlage mit einer Gesamtfläche von 317 Quadratmetern installiert. Sie liefert umweltfreundliche Energie und dient als Geldanlage mit fünfprozentiger Verzinsung. Start ist am 1. Oktober. Jeder Bürger kann sich daran mit maximal 2000 Euro beteiligen. "140 000 Euro sind insgesamt investiert", so Jürkenbeck. Maximal 20 Kunden könnten noch mitmachen. Zwar schon vor dem Gebäude markiert, aber noch nicht angebracht, ist eine "Zapfsäule" für Elektroautos. Drei E-Roller mit einer Reichweite von 40 Kilometern parken bereits im Hof. Sie können in naher Zukunft auch von Privatleuten ausgeliehen werden. Ein Elektroauto, das die Mitarbeiter nutzen, wird voraussichtlich im Dezember geliefert.

Rund 1300 Quadratmeter stehen den rund 50 Mitarbeitern (inklusive drei Auszubildenden) ohne das Kundencenter zur Verfügung. Sechs Millionen Euro kostete der Neubau mit dem Grundstück. Bauherr ist die Stadtentwicklungsgesellschaft. Die Mega hat Büros und Lagerflächen gemietet.

Quelle: RP

 
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