Langenfeld: Erneuerbare Energien in den eigenen vier Wänden nutzen
zuletzt aktualisiert: 14.05.2010 - 16:04Mit steigenden Preisen für Strom, Öl und Gas steigen die Chancen erneuerbarer Energieträger, weitere Marktanteile zu erobern.
Bis 2050 ist nach ernstzunehmenden Prognosen eine weltweit hundertprozentige Versorgung durch Sonne, Wasser, Wind und mehr nicht nur technisch machbar, sondern auch wirtschaftlich vorteilhaft, statt weiter auf die Energieträger Kohle, Öl, Erdgas und Kernenergie zu setzen.
Schon heute hat jeder Hauseigentümer vielfach erprobte Möglichkeiten, um daran mitzuwirken, erneuerbare Energien in den eigenen vier Wänden zu nutzen. Mit einer solchen Versorgungsvariante wird nicht nur die Umwelt von klimaschädlichen Treibhausgasen entlastet, sondern in der Regel auch das Haushaltsbudget. Die Verbraucherzentrale NRW. zeigt, welche erneuerbare Energien als umweltfreundliche Energiespender geeignet sind:
Solarwärme Solarkollektoren auf dem Dach fangen die Sonnen-strahlen ein. Eine effiziente Pumpe transportiert diese Energie dann in einen gut gedämmten Warmwasserspeicher im Heizungskeller. Damit können bis zu zwei Drittel des Wärmebedarfs für Trinkwarmwasser und bis zu 25 Prozent der Heizenergie durch Sonnenenergie ersetzt werden.
Holzpellets Als Kohlendioxid-(CO2)-neutraler Brennstoff für eine moderne Hei-zung bieten Holzpellets mittlerweile einen Standard, der bis vor wenigen Jahren für eine Holzfeuerung als unerreichbar galt. Eine Pelletnorm sorgt für gleichbleibende Qualität. Ausgereifte, automatisch beschickte Pelletkessel stehen in allen Leistungsklassen zur Verfügung. Im Wohnraum aufgestellte Pelletöfen können als Zusatzheizung auch in ein zentrales Heizsystem integriert werden.
Erdwärme Die in der Erde gespeicherte sommerliche Sonnen-wärme kann mit Erdsonden oder durch unter der Erde verlegte Flächenkollektoren eingesammelt und mit Hilfe einer elektrischen Wärmepumpe zur Raumheizung und Trinkwassererwärmung genutzt werden. Besonders effizient arbeiten solche Systeme jedoch nur in gut gedämmten Gebäuden mit Niedertemperatur-Heizungen, mit Ökostrom betrieben sogar ganz ohne Kohlendioxid-Auszustoß. Als mögliche Alternative sind künftig auch Gaswärmepumpen auf dem Markt erhältlich.
Solarstrom- oder Fotovoltaikanlagen Diese Anlagen verwandeln Dachflächen oder Hausfassaden in kleine Kraftwerke, die den erzeugten Strom zum eigenen Verbrauch bereitstellen und den Überschuss ins Stromnetz einspeisen. Ausgereifte Technik, fallende Preise für Solarmodule und die über 20 Jahre gesetzlich zugesicherte Vergütung des erzeugten Stroms machen Solarstromanlagen zu einer lohnenden Investition.
Florian Bublies ist Diplom-Ingenieur und Energieberater bei der Verbraucherzentrale in Langenfeld. Näheres zu objektbezogenen Beratungen unter % 1014467 (Fr. 10-13 Uhr); Kontakt auch über langenfeld.energie@vz-nrw.de oder % 392969.
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