kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Wohnungsbrand in Langenfeld: Familientragödie zog sich über zwei Tage hin

zuletzt aktualisiert: 28.01.2012 - 14:42

Langenfeld (RPO). Es war offensichtlich geplant und vorbereitet: Der Mann, der seine Familie auslöschte und selbst ums Leben kam, hinterließ einen Abschiedsbrief. Der Inhalt bestätigt die Ermittler.

Bei einem Wohnungsbrand waren am Freitag die Leichen eines Elternpaares und seiner beiden Kinder (5/1) entdeckt worden.Die Familientragödie soll jedoch keine spontane Tat des verdächtigten Vaters gewesen sein, sondern hat sich über zwei Tage hingezogen. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse deckten sich mit entsprechenden Angaben in einem Abschiedsbrief, den der 34-Jährige ins Internet gestellt hatte, sagte am Samstag Staatsanwalt Matthias Ridder in Nordrhein-Westfalen. "Wir haben nichts gefunden, was dem widerspricht."

Die Ermittler ließen den Abschiedsbrief im Internet umgehend sperren. Nach Darstellung des "Express" schreibt der Mann darin, er habe bereits in der Nacht zum Donnerstag seine Frau (33) und seine neun Monate alte Tochter getötet. Weil der fünfjährige Sohn aufgewacht sei, habe er ihn zunächst noch am Leben gelassen.

Den Donnerstag will der Vater dann weitgehend gemeinsam mit seinem Sohn verbracht haben, ehe er auch ihn tötete. Am Freitagmorgen legte der 34-Jährige dann in der Wohnung Feuer. Er selbst ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft wahrscheinlich durch eine Rauchgasvergiftung gestorben.

Genaue Angaben zum Tod von Frau und Kindern machte die Staatsanwaltschaft nicht. Es habe keine Anzeichen "grober äußerer Gewalt" gegeben, sagte Ridder lediglich. Der "Express" berichtete, der Vater habe Chloroform benutzt, um Frau und Kinder umzubringen.

Das Tatmotiv waren möglicherweise finanzielle und berufliche Probleme des Mannes. Sein Unternehmen sei eine Lügenblase, die zu platzen drohe, heißt es dem Abschiedsbrief.

Noch ungeklärt ist zudem, in welchem Zusammenhang ein Ereignis am 24. Oktober des vergangenen Jahres mit der Tragödie von Freitag steht. Damals hatte es schon einmal in der Wohnung der vierköpfigen Familie gebrannt. Das Feuer war in einem Vorratsraum ausgebrochen. Vater, Mutter und die beiden Kinder waren seinerzeit auf einen Balkon geflüchtet. Die Feuerwehr konnte die Familie unverletzt retten.

Laut Polizei habe es sich um einen normalen Haushaltsbrand gehandelt, den Schaden habe die Versicherung reguliert. Verdachtsmomente hätten sich nicht ergeben, ein Strafverfahren sei nicht eingeleitet worden.

Quelle: dpa

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
"Der ganz normale Basti"

Hückeswagen

"Der ganz normale Basti"

Im Interview mit unserer Redaktion spricht der 17-Jährige über seine Musik, seine Schulzeit ... mehr 

Ratingen

Navi-Diebe auf Reisen

Der Markt, auf dem gestohlene Navigationsgeräte (Navis) und Airbags unter der Hand verkauft ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Aus der Nachbarschaft

Tippspiel

Wir suchen den EM-Experten

Deutschland Niederlande Jubel Özil Klose Müller 2011 dpa

Wer übersteht die Vorrunde? Wer schafft es bis ins Finale? Das EM-Tippspiel von RP Online gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihr fußballerisches Know-How unter Beweis zu stellen. Die besten Tipper erwarten tolle Preise. Jetzt anmelden und mitmachen! mehr 

Meistgelesen

Klose vor der Nase, Dzeko im Nacken

Mario Gomez trifft – und schmollt

Mit seinem 22. Länderspieltreffer hat Mario Gomez beim 2:0 gegen Israel seine Ansprüche in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unterstrichen. Dennoch präsentierte sich der Torjäger äußerst missmutig. mehr

 

Borussia Mönchengladbach

Anderson und Rupp kehren zurück

 

22-jährige Studentin stirbt bei Autounfall

Marina Keegans Tod bewegt das Netz

 

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

 

Fortuna Düsseldorf

Gerson als Lukimya-Nachfolger?

Meistkommentiert

Mönchengladbach

Sexuelle Nötigung: Haft für Ex-Schiedsrichter

Wegen sexueller Nötigung und vorsätzlicher Körperverletzung ist ein Fußball-Schiedsrichter aus Mönchengladbach vom Schöffengericht zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. VON Gabi Peters  mehr

 

Ergebnisse der Innenministerkonferenz

Härte gegen Islamisten, Rocker und Hooligans

 

DFB-Delegation besucht Auschwitz

"Wir wollten ein Zeichen setzen"

mehr nachrichten aus langenfeld / Monheim
Her mit der Herausforderung: Daniel Harnischmacher (links) und Serdar Yol (Zweiter von rechts) zogen sich mit der SG Monheim im Januar im freundschaftlichen Vergleich mit dem Zweitligisten HSG Düsseldorf II gut aus der Affäre. Den Schwung daraus nahm der Kreisligist bis zum Aufstieg mit.

Handball

Aufstieg mit Verspätung

Handball-Kreisligist SG Monheim ist wieder in der Bezirksliga zu Hause. Der durch starken Zusammenhalt als Team überzeugende Vizemeister rückt auf, weil kein Landesligist aus dem Bergischen Kreis absteigen musste. VON robert deutzmann  mehr

 
 
 
 
 
 
Familienanzeigen
Regio-Extra